Gerhard Meir: Hairlich aus der größten Krise

„Es war fünf vor Mitternacht!“ Der Star-Friseur kämpfte gegen schlimme Probleme – beruflich und privat. In der AZ spricht er jetzt erstmals darüber
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Wieder fröhlich: Gerhard Meir in seinem neuen Salon, der jetzt Departement-Store heißt.
Ronald Zimmermann Wieder fröhlich: Gerhard Meir in seinem neuen Salon, der jetzt Departement-Store heißt.

„Es war fünf vor Mitternacht!“ Der Star-Friseur kämpfte gegen schlimme Probleme – beruflich und privat. In der AZ spricht er jetzt erstmals darüber

Die Fassade stimmt – wie es sich für München gehört. Gerhard Meir (56) springt fröhlich aufgekratzt in seinem Salon „Le Coup“ herum, lacht, scherzt und kann es selbst kaum fassen. Alles neu renoviert.

Sein Geschäft ist jetzt ein Departement-Store. Heißt: Wer Strähnchen will, kann künftig auch Schuhe, Klamotten oder gar einen Motorradhelm shoppen.

Doch es liegt weniger am glitzernden Luxus-Motorradhelm, dass der Chef so gut drauf ist. Es liegt viel mehr daran, dass er genau hier, an der Stelle, vor knapp zwei Jahren umgekippt ist – und heute wieder stehen kann.

„Ich hatte eine Herzmuskelentzündung“, sagt Gerhard Meir zur AZ. „Die hab’ ich ewig verschleppt und plötzlich Bumm! Licht aus!“

Per Notarzt wurde er ins Krankenhaus gebracht, musste anschließend in Reha. Die Aufgabe an ihn lautete: Ruhe, Ruhe, Ruhe. Für den umtriebigen Feier-Meir ein Albtraum. Eine härtere Probe gibt es nicht: „Ich sollte einfach nichts machen. Aber wie macht man plötzlich nichts?“

Hinzu kam, dass sein Ex-Partner für den Münchner Salon nach 30 Jahren ausbezahlt werden wollte. „Es tauchten noch andere Altlasten auf“, so Meir. „Es war schrecklich. Pleite-Gerüchte machten in der Society sofort die Runde.“

Der Friseur zog die Konsequenz – er machte seinen Hamburger Laden dicht, konzentrierte sich auf München. „Du kannst von einem Teller mit einer Gabel besser essen als von zwei“, meint er dazu.

Trotzdem wurde es eng. „Ich dachte, ich muss den Salon aufgeben“, gibt Meir zu. „Es war fünf vor Mitternacht.“

Da tauchten rettend zwei neue Geschäftspartner auf und entwickelten mit ihm das Konzept für den neuen Departement-Store.

Klingt gut, aber auch nicht nach Ruhe. Meir widerspricht: „Ich habe mein Leben neu sortiert. Mit meinem Peter hab ich mittlerweile auch Zuhause-Abende. Das war früher undenkbar.“

Kimberly Hoppe

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