Geheimer Zeuge soll im Fall Marius Borg Høiby aussagen

Die Staatsanwaltschaft fordert eine Verlängerung der Untersuchungshaft für Marius Borg Høiby. Der Sohn von Königin Mette-Marit möchte unterdessen die derzeitige Anordnung aufheben lassen. Am kommenden Montag soll ein bislang geheimer Zeuge aussagen.
von  (wue/spot)
Die Untersuchungshaft für Marius Borg Høiby soll auf Wunsch der Staatsanwaltschaft verlängert werden.
Die Untersuchungshaft für Marius Borg Høiby soll auf Wunsch der Staatsanwaltschaft verlängert werden. © Imago images/Bestimage / Royalportraits Europe/Bernard Rubsamen

Marius Borg Høiby (29) befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft auf Skaugum. Das könnte sich bald ändern. Am 2. November soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Wie angekündigt wurde, soll ein bislang geheimer Zeuge vermutlich zugunsten des ältesten Sohnes der norwegischen Königin Mette-Marit (53) aussagen.

Høiby sitzt derzeit nicht hinter Gittern, sondern lebt mit elektronischer Fußfessel auf dem royalen Anwesen Skaugum. Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, die häusliche Haft für ihn um weitere vier Wochen zu verlängern, wie unter anderem der norwegische Rundfunk NRK berichtet. Høiby strebe mit seinem Anwaltsteam unterdessen eine Aufhebung der derzeitigen Regelung an.

Laut Ansicht von Høibys Seite gebe es "keine Gründe für eine weitere Inhaftierung". Sein Verteidiger Alexander Greaker erklärt demnach: "Wir werden daher seine Freilassung beantragen, wenn das Gericht am kommenden Montag darüber entscheidet, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine fortgesetzte Haft erfüllt sind."

Die Haftsituation sei für den 29-Jährigen belastender als bisher öffentlich bekannt wurde. Høiby wolle dem Gericht aufzeigen, wie sich die Situation auf ihn auswirke. Außerdem beabsichtige sein Team, einen neuen Zeugen zu benennen. Wer die Person ist, sei "ein Geheimnis". Es soll beantragt werden, dass die Zeugenaussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

Neues Anwaltsteam für Høiby

Im September wurde bekannt, dass fortan neue Anwälte Høiby unterstützen werden. Die Rechtsanwälte Alexander Greaker und Daniel Storrvik übernehmen die Verteidigung. Sein neues Anwaltsteam hatte in diesem Rahmen angekündigt, weitere Beweise vorlegen zu wollen. Zudem sollen neue Zeugen vernommen werden.

Mette-Marits Sohn bereitet sich auf einen Berufungsprozess vor, der im kommenden Februar beginnen soll. Høiby war im Juni wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, häuslicher Gewalt und weiterer Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Gegen die Verurteilung wegen der beiden Vergewaltigungen sowie der Misshandlung einer Ex-Partnerin hatte er Berufung eingelegt.

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