"Full House"-Star Dave Coulier: Remission nach Zungenkrebs

Innerhalb von nur zwei Jahren erhielt "Full House"-Star Dave Coulier zwei Krebsdiagnosen. Am Weltkrebstag verkündete der 66-Jährige nun die erlösende Nachricht: Beide Erkrankungen befinden sich in Remission.
von  (jom/spot)
Dave Coulier kämpfte gegen zwei Krebsdiagnosen.
Dave Coulier kämpfte gegen zwei Krebsdiagnosen. © Imago images/Newscom / AdMedia / Birdie Thompson

Zwei Jahre lang kämpfte Dave Coulier (66) gegen den Krebs - und gewann. Der Schauspieler, den Millionen als liebenswerten Onkel Joey aus der Kultserie "Full House" kennen, verkündete am Weltkrebstag an diesem Mittwoch bei "Good Morning America" eine Nachricht, auf die er lange gewartet hatte: Sein Zungenkrebs befindet sich in Remission.

"Es war definitiv eine Achterbahnfahrt", sagte der Komiker gegenüber Moderatorin Robin Roberts. "Ich bin bei beiden Krebserkrankungen in Remission. Was für eine Reise das war."

Die Geschichte von Couliers Kampf gegen die Krankheit begann mit der Diagnose eines Non-Hodgkin-Lymphoms im Stadium 3. Als er diese Erkrankung überwunden hatte, folgte der nächste Schock: Bei einer routinemäßigen Kontrolluntersuchung und einem PET-Scan entdeckten Ärzte einen Tumor an der Stelle, wo die Zunge auf den Rachen trifft.

Im Dezember 2025 machte Coulier die zweite Diagnose öffentlich. Dem US-Magazin "People" erklärte er damals, er sei "unter Schock" gewesen. Zunächst vermutete er einen Zusammenhang mit dem Lymphom, doch die Ärzte stellten klar: Die beiden Krebserkrankungen hatten nichts miteinander zu tun.

Was paradox klingt, beschreibt Coulier als Glück im Unglück: "Hätte ich diesen PET-Scan nicht gehabt, wäre der Krebs nicht so früh entdeckt worden und ich wäre bald in einer Welt voller Schmerzen gewesen. So seltsam es klingt - ich bin jetzt tatsächlich dankbar für den ersten Krebs, weil er mir geholfen hat, den zweiten zu entdecken."

Bei "Good Morning America" sprach der Schauspieler offen über die psychischen Belastungen seiner Strahlentherapie. "Die Bestrahlung hat völlig andere Nebenwirkungen. Sie kann einem Teile des Lebens stehlen - psychologisch, emotional und natürlich körperlich", erklärte er. "Aber ich wollte nicht zulassen, dass der Krebs das mit mir macht. Ich wollte mich mit Humor darüber hinwegsetzen und die Menschen, die ich liebe, nah bei mir haben. Das hilft."

Zu diesen Menschen gehört seine Ehefrau Melissa Bring, die laut Coulier "unglaublich durch all das" gewesen sei. Und auch sein langjähriger Freund und "Full House"-Kollege John Stamos (62) stand ihm zur Seite. Stamos flog eigens nach Michigan, um seinen Kumpel zu besuchen - und sorgte dabei für einen unvergesslichen Moment.

"John ist mein Bruder. Er trug eine Glatzenkappe, und als er so um die Ecke kam, brach ich vor Lachen zusammen", erzählte Coulier. Als Stamos sich während des Besuchs mit Covid infizierte, mussten die beiden Abstand halten. "Wir saßen wie zwei Fünftklässler im Flur und haben über Walkie-Talkies miteinander geredet."

Ein Appell an alle zur Vorsorge

Trotz der Remission bleibt Coulier wachsam. "Auch wenn ich in Remission bin, fühlt es sich so an, als wäre der Krebs immer im Rückspiegel zu sehen. Deshalb bedeutet Früherkennung wirklich alles", betonte er.

Der Schauspieler will seine Erfahrungen nun nutzen, um andere zu ermutigen. "Ich habe das Gefühl, dass ich Menschen helfen kann. Ich wollte nie das Aushängeschild für Krebs sein, glauben Sie mir. Aber jetzt kann ich Menschen ermutigen, zur Prostata-Vorsorge zu gehen oder zur Mammografie. Sprecht mit euren Ärzten und kommt dem Krebs zuvor."

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