Fürstin Manni fühlt sich wie 100: Sie ist gegen Botox

Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ist meist der älteste Gast – und der munterste. Die Münchner Gesellschaft fragt sich: Wie macht sie das nur? In der AZ gibt sie Antworten: "Viel Fleisch, kein Botox"
| Kimberly Hoppe
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Die Familie ist ihr wichtig: Fürstin Manni mit Sohn Prinz Peter und Schwiegertochter Sunnyi Melles.
Babirad 2 Die Familie ist ihr wichtig: Fürstin Manni mit Sohn Prinz Peter und Schwiegertochter Sunnyi Melles.
Enge Freunde bis zu seinem Tod: Manni und Gunter Sachs (†2011).
dpa 2 Enge Freunde bis zu seinem Tod: Manni und Gunter Sachs (†2011).

Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn ist meist der älteste Gast – und der munterste. Die Münchner Gesellschaft fragt sich: Wie macht sie das nur? In der AZ gibt sie Antworten: "Viel Fleisch, kein Botox".

"Warum soll ich Wasser trinken?", fragt sie den Kellner betont entrüstet und schmunzelt. Der bringt Fürstin Marianne zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, die alle nur "Manni" nennen, ihren geliebten Weißwein. Die Fürstin ist beim traditionellen Fischessen im Franziskaner zwischen den Promis der älteste – und munterste Gast. Wie so oft, wenn sie in München ausgeht.

Fürstin Manni ist offiziell 98 Jahre jung, sie selbst sagt es so: "Ich befinde mich im 99. Lebensjahr und habe sehr gerne vor, auch die 100 zu schaffen. Dürfte hoffentlich funktionieren, mir tut nämlich überhaupt nix weh. Im Gegenteil: Mir geht’s prächtig."

Die Society staunt stets: Wie macht die Mamarazza (ein Spitzname, den ihr einst Caroline von Monaco wegen ihrer Fotografier-Liebe gab) das nur? In der AZ liefert die wohl älteste Junggebliebene Antworten – nicht immer ganz politisch korrekt.

AZ: Liebe Fürstin Manni, wie wird man so wunderbar alt wie Sie?
FÜRSTIN MANNI:
Ich schlafe wie ein Murmeltier, und der erste Gedanke beim Aufwachen ist: Lieber Gott, was darf ich heute Neues, Tolles erleben? Ich freue mich über jeden Tag, das war schon immer so.

Die Einstellung macht’s?
Dazu gute Gene. Ich habe einen Bruder und acht Schwestern, bin die Älteste. Alle unsere Männer sind tot, leider.

Ihr Mann wurde 1962 von einem betrunkenen Lkw-Fahrer überrollt. Aber einsam sind Sie nicht?
Das wäre ja schrecklich. Ich lebe allein, um mich herum sterben dauernd Freunde weg. Aber ich habe fünf Kinder, 20 Enkel und 30 Urenkel. Mittags kommen meist meine Söhne Peter und Alexander vorbei mit einem tollen Mittagessen – oder meine Tochter Theresa.

Ernähren Sie sich gesund?
Ich esse alles. Und ich esse alles sehr gern. Vegan, vegetarisch, nur Körner oder Salatblätter picken – furchtbar, das ist nichts für mich. Ich liebe Schnitzel, Fisch und Fleisch in allen Varianten, Weißwürste, die esse ich jeden Samstag, köstlich. Ich mag auch Süßes wie Kaiserschmarrn. Herrlich.

Und was gibt’s abends?
Brote mit drei Zentimeter dickem Philadelphia-Aufstrich und vor allem ein großes Glas Rotwein. Oder zwei. Ich genieße das Leben, aber nicht abgehoben und übertrieben, das ist auch nicht gut.

Sie haben keine Wehwehchen?
Ich bin topfit. Nur die Augen lassen leider nach. Zeitung lesen muss ich mit der Lupe, Fernsehen, wie gerade Olympia, geht zum Glück noch. Aber ich habe einen Trick, wenn ich vor die Tür gehe...

Und zwar?
Mit meinem Wägelchen gehe ich jeden Tag an die frische Luft. Das tut gut. Dann habe ich mein Handy um den Hals, wie immer. Falls ich plötzlich umfalle und Hilfe holen muss. Außerdem trage ich immer eine gelbe Warnweste. Dann werde ich nicht überfahren – selbst wenn ich an der Ampel nicht erkenne, ob grün oder rot ist.

Haben Sie weitere Ratschläge?
Jeden Tag ein kleines Mittagsschläfchen halten. Und bloß keine Schönheits-OPs machen, kein Botox! Das schaut so fürchterlich aus und kann nicht gut sein. Wenn ich in München aus bin, fühle ich mich manchmal wie im Irrenhaus. Da bin ich dann sogar ein bisschen froh, dass ich nur noch leicht verschwommen sehe.

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