Frust am "Bergretter"-Set: Sebastian Ströbel erzählt von "entwürdigender" Szene

In seiner Rolle bei "Die Bergretter" geht Sebastian Ströbel auf. Für das ZDF-Format geht der Schauspieler gerne aufs Ganze und nimmt dabei sogar Blessuren in Kauf. Wie wichtig ihm sein actionreicher Job wirklich ist, erzählt er jetzt – und packt dabei über eine Produktionsentscheidung aus, die bei ihm schon für schlechte Stimmung gesorgt hat.
Eva Meeks
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Sebastian Ströbel steht seit 2014 für "Die Bergretter" vor der Kamera.
Sebastian Ströbel steht seit 2014 für "Die Bergretter" vor der Kamera. © imago/Stephan Wallocha

Sebastian Ströbel (49) ist einem breiten Publikum als "Markus Kofler" bekannt. Seit 2014 verkörpert er diese Hauptrolle im ZDF-Format "Die Bergretter". Vor spektakulärer Kulisse dreht der 49-Jährige actionreiche Szenen, die er bereits mit Knochenbrüchen und operativen Eingriffen büßen musste. Dem Schauspieler ist quasi kein Einsatz zu risikoreich – was am "Bergretter"-Set schon für Frust sorgte, wie Ströbel nun ehrlich erzählt.

Sebastian Ströbel bei "Die Bergretter": "Zwei Finger gebrochen"

Vor einigen Monaten musste Sebastian Ströbel an der Hand operiert werden, nachdem es bei den "Bergretter"-Dreharbeiten zu einem Unfall gekommen war: "Ich habe mir bei einem Stunt zwei Finger gebrochen", erzählt der Schauspieler in der Quiz-Show "Wer weiß denn sowas?". Bei einer Rettungsszene hatte sich Ströbel ungünstig in seiner Rucksackschlaufe verhakt und sich die Handverletzung zugezogen: "Ich hab den Take aber bis zum Ende durchgespielt", verkündet er stolz.

Auch wenn er die Szene professionell beenden konnte, gibt Sebastian Ströbel zu, "ein bisschen unter Schock" gestanden zu haben. Er erinnert sich an den Moment zurück, als ihm das Produktionsteam seine Stunthose ausziehen musste, weil er die verletzte Hand nicht mehr bewegen konnte: "Ich weiß, dass es sehr entwürdigend war", schmunzelt der 49-Jährige. "Ich stand dann da in Unterhose auf dem Berg mit zwei gebrochenen Fingern und dachte mir: 'Das ist jetzt nicht so besonders romantisch und heldenhaft'."

Als "Markus Kofler" rettet Sebastian Ströbel (r.) regelmäßig andere aus (fiktiven) brenzligen Situationen. Für den Schauspieler kam es dabei schon zu echten Verletzungen.
Als "Markus Kofler" rettet Sebastian Ströbel (r.) regelmäßig andere aus (fiktiven) brenzligen Situationen. Für den Schauspieler kam es dabei schon zu echten Verletzungen. © Barbara Bauriedl/ZDF/dpa

Seine Action-Szenen nur selten von einem Stuntman übernehmen zu lassen, ist dem Schauspieler wichtig: "Ich laufe mit einem sehr grummeligen Gesicht herum, wenn man mir sagt: Da darfst du nicht", gibt er zu. Denn für Sebastian Ströbel macht vor allem die "Körperlichkeit" bei der Arbeit den größten Reiz aus: "Das ist ein wesentlicher Teil und der macht total Bock. Und es gibt, aufgrund von KI, nur noch wenig Formate, die analog gedreht werden. Und hier darf man das noch machen und das ist halt wirklich geil", schwärmt der 49-Jährige.

Sebastian Ströbel zur AZ: "Gegen meinen Willen gedoubelt"

Im persönlichen AZ-Interview hatte Sebastian Ströbel schon im Oktober 2024 klargestellt, sich die meisten Szenen selbst zuzutrauen: "Ich bin mittlerweile seit 25 Jahren in meinem Job aktiv und habe schon so viele Sachen gemacht, dass da ein gewisser Erfahrungsschatz vorhanden ist." Doch auch für den Actionliebhaber sei klar, dass in manchen Fällen die Vernunft siegen müsse: "Manchmal werde ich gegen meinen Willen gedoubelt, aber es gibt natürlich einfach Grenzen."

Dabei würde Sebastian Ströbel natürlich auch an seine Frau und die vier gemeinsamen Töchter denken: "Ein geflügeltes Wort bei uns ist: 'Ach, ich will lieber gar nicht wissen, was du schon wieder gemacht hast'", hatte er der AZ verraten. "Ich habe meistens kurze Hosen an und wenn dann mal wieder Schürfwunden und blaue Flecken sichtbar sind, weiß meine Familie genau, dass ich wieder im Einsatz war. Aber sie weiß auch, dass ich alles mit Augenmaß tue", so der gebürtige Karlsruher.

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