"Frühstücksfernsehen"-Star über "The Voice of Germany"-Auftritt: "Unfassbar untalentiert"
Die Zeiten, als sich ganze Familien und Freundeskreise zu großen Event-Shows gemeinsam vor dem Fernseher versammelten, sind eigentlich längst vorbei. Für TV-Mann Matthias Killing gibt es aber noch eine Ausnahme. "Das, was für uns als Kinder 'Wetten, dass..?' oder 'Verstehen Sie Spaß?' war, ist für uns heute als Familie 'The Voice of Germany'", schwärmt der "Sat.1-Frühstücksfernsehen"-Star im Interview mit der Abendzeitung. Ab Freitag (11. September) übernimmt er an der Seite von Melissa Khalaj die Moderation der beliebten Castingshow. Was macht das Format für ihn so besonders? Und warum geht es hinter den Kulissen unglamouröser zu als gedacht? Der 46-Jährige hat der Abendzeitung Einblicke gewährt.
Moderator von "The Voice of Germany" will "niemandem etwas vorspielen"
Matthias Killing ist seit Beginn von "The Voice of Germany" begeisterter Zuschauer. Vor allem die Tatsache, "dass dort alle gleich behandelt werden", gefalle dem Moderator "wahnsinnig gut". "Jeder mit einer fantastischen Stimme bekommt eine Chance, man muss sich aber in den Blind Auditions durchsetzen. In der Sendung werden auch alle mit großem Respekt behandelt. Es wird also niemand vorgeführt", sagt er dazu. Einen persönlichen Stempel wolle Killing dem Format nicht aufdrücken. "Ich bin niemand, der anderen etwas vorspielt. Die Menschen werden mich dort so erleben, wie ich bin. Mit allen Macken, allen Schwächen und allen Stärken."
Dennoch präsentiere er in der Sendung auch seine emotionale Seite und stehe vor allem den Angehörigen unterstützend zur Seite: "Wenn zum Beispiel der zwanzigjährige Marvin auf der Bühne performt und die Eltern neben mir stehen und total mitfiebern, die Mama zu weinen anfängt, dann bin ich der Allererste, der sie im Arm hat und an ihrer Seite steht. Ich kämpfe, hoffe und bange mit." Für Matthias Killing brauche es auf der Bühne und im TV nicht das ganz große Spektakel. Bei Musik-Formaten spiele vor allem "Echtheit eine große Rolle". "Ich bin ein großer Fan von Authentizität. Das ist so für mich das Wichtigste bei der Musik. Für mich braucht es keinen Showtanz oder spektakuläre Einlagen auf der Bühne."

Matthias Killing: "Bin leider unfassbar untalentiert"
Und wie ist es um das eigene Gesangstalent des "Sat.1-Frühstücksfernsehen"-Stars bestellt? Lachend sagt er im Interview mit der Abendzeitung: "Ich bin wahnsinnig gerne Sänger und leider unfassbar untalentiert. Ich singe wirklich gerne allein im Auto, da bin ich voll dabei. Und ich würde es unglaublich gerne können, aber ich habe in meinem Leben sehr deutlich erkannt, dass ich das nicht kann." Der 46-Jährige kann dafür mit einem anderen Talent punkten: "Ich spiele jedoch Klavier und singe dazu manchmal Songs von Peter Maffay. Das einzige Publikum sind dann meine Hunde, und das ist auch gut so."
Ausgeplaudert: Das gibt es bei "The Voice" im TV nicht zu sehen
Auch wenn "The Voice of Germany" erst am Freitag (11. September) startet, sind die ersten Folgen bereits im Kasten. Was passiert eigentlich hinter den Kulissen, wenn die TV-Kameras abgeschaltet sind? "Man stellt sich immer vor, die Arbeit im TV wäre Glanz und Glamour und dass in den Werbepausen alle zusammensitzen und eine große Party feiern", erklärt Matthias Killing dazu. Doch die Realität schaut offenbar anders aus. "Da muss ich leider enttäuschen, das gibt es nicht. Die Arbeit im Fernsehen ist ein Handwerk. Es ist eine sehr konzentrierte Produktion und jeder weiß genau, was er zu tun hat."
Dennoch würden hinter den Kulissen "gute Gespräche" geführt, wie der "Sat.1-Frühstücksfernsehen"-Star der Abendzeitung verrät: "Es ist total schön, mit Nico Santos zu philosophieren und zu flachsen. Melissa [ Khalaj, Co-Moderatorin, d.R. ] und ich verstehen uns sehr gut und wir verbringen viel Zeit zusammen." Am Ende eines Drehtags werden also keine Champagner-Korken geknallt, sondern jeder fährt nach Hause, um am nächsten Tag wieder fit am Set zu erscheinen. "Das, was der Zuschauer sieht, ist schon sehr nah an dem dran, was vor Ort passiert – außer dass man hinter den Kulissen die Kollegen trifft und Zeit miteinander verbringt." Lachend fügt Killing an: "Ich habe auch gedacht, das Fernsehen ist wilder. Das Spannendste bei diesen Fernsehproduktionen ist für mich, wie die Rädchen ineinandergreifen."
Wie sich Matthias Killing bei seiner Premiere als neuer Moderator von "The Voice of Germany" schlagen wird, sehen die Zuschauer ab Freitag, 11. September, um 20.15 Uhr auf Sat.1.

