Franziska van Almsick über Veränderung nach Geburt ihrer Kinder: "Nicht mehr wichtig für mich"

Franziska van Almsick zählt zu den erfolgreichsten Schwimmerinnen in der deutschen Sportgeschichte. An ihre Erfolge will die 48-Jährige allerdings nicht ständig erinnert werden. Mit der AZ hat sie darüber gesprochen, was ihre beiden Söhne damit zu tun haben.
Eva Meeks
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Daniela Schwan |
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Franziska van Almsick spricht über veränderte Prioritäten nach der Geburt ihrer Söhne.
Franziska van Almsick spricht über veränderte Prioritäten nach der Geburt ihrer Söhne. © dpa/Daniel Reinhardt

Franziska van Almsick (48) entdeckte früh ihre Liebe für das Schwimmen. Im Laufe ihrer Karriere sammelte die gebürtige Ost-Berlinerin zahlreiche Medaillen und Pokale. Was aus diesen geworden ist? Mit der AZ hat die Ex-Profischwimmerin darüber gesprochen – und dabei verraten, wie sich ihre Prioritäten im Laufe der Jahre verändert haben.

Franziska van Almsick zur AZ: "Von nichts kommt nichts"

Die wenigsten Menschen werden mit einer natürlichen Selbstsicherheit geboren. Auch Franziska van Almsick musste sich diese erst erarbeiten, wie sie im Gespräch mit der AZ schildert: "Das habe ich im Laufe der Jahre erst gelernt. Ich bin irgendwann ins Wasser gesprungen und wusste, ich liebe es! Dann habe ich angefangen zu schwimmen, es kam Erfolg um Erfolg und ich habe gemerkt, dass ich etwas kann, was andere nicht so gut können."

Für die 48-Jährige stecke aber ein entscheidender Faktor hinter ihrer Ausnahmekarriere: "Ich bin der festen Überzeugung: So eine Leistung kann man nur erbringen, wenn man etwas wirklich mag, wie es bei mir der Fall war." Nichtsdestotrotz musste sie natürlich einiges an Disziplin und Willensstärke aufbringen, wie sie in der AZ klarstellt: "Von nichts kommt nichts – das war schon immer meine Devise!"

Im Schwimmbecken machte Franzi van Almsick so schnell niemand etwas vor. 2004 beendete sie ihre Profikarriere.
Im Schwimmbecken machte Franzi van Almsick so schnell niemand etwas vor. 2004 beendete sie ihre Profikarriere. © imago/Camera4

Pokale und Medaillen: "Nicht mehr wichtig" für Franzi van Almsick

Wie viele Pokale und Medaillen sie bei sich zu Hause stehen hat, will die AZ von der Schwimm-Legende wissen. "Das weiß ich gar nicht! Ich hoffe, dass ich überhaupt noch alle habe", gibt Franziska van Almsick lachend zu. "Das spielt irgendwann keine Rolle mehr, ich weiß, was ich erreicht habe, und muss nicht jeden Tag meine Pokale abstauben und streicheln."

Vor allem aber hätten die sportlichen Errungenschaften irgendwann einen geringeren Stellenwert eingenommen: "Nach der Geburt meiner Kinder war es sowieso nicht mehr wichtig für mich!", sagt die 48-Jährige über ihre vielen Trophäen. "Ich weiß, dass ich sie habe, und kann mich an die Momente erinnern, da muss ich sie nicht irgendwo stehen haben, da bin ich gar nicht der Typ für." Mit ihrem Lebensgefährten bekam van Almsick die Söhne Don Hugo (*2007) und Mo Vito (*2013).

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