Franziska van Almsick schlägt ernste Töne an: "Passiert gerade was"

Franziska van Almsick schrieb als Profi-Schwimmerin deutsche Sportgeschichte. Dass viele Leistungssportler mit dem Älterwerden hadern, ist ein offenes Geheimnis. Nun verrät die 48-Jährige, ob sie diesen Konflikt auch kennt – und warum sie gerade zwischen den Stühlen sitzt.
Eva Meeks
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Franziska van Almsick spricht über das Älterwerden.
Franziska van Almsick spricht über das Älterwerden. © dpa/Daniel Reinhardt

Franziska van Almsick (48) entdeckte in jungen Jahren die Liebe für das Wasser: Als Profi-Schwimmerin konnte sie zahlreiche große Titel einfahren. Privat ist die gebürtige Berlinerin seit 20 Jahren in Heidelberg glücklich, wo sie mit ihrem Lebensgefährten Jürgen B. Harder zwei Söhne bekam. Nun spricht die 48-Jährige ganz offen über das Älterwerden – und verrät, warum sie sich derzeit ein bisschen verloren fühlt.

Franziska van Almsick: "Wo gehöre ich eigentlich hin?"

Wer sein Leben lang körperliche Höchstleistungen erbracht hat, kann mit den Zeichen des Älterwerdens hadern. Das weiß auch Franziska van Almsick, wie sie in einer neuen Ausgabe von Sky Sport "Meine Geschichte" erzählt. Die 48-Jährige verrät: "Ich habe kein Problem [damit] und trotzdem merke ich, dass ich… es passiert gerade was", so van Almsick im Gespräch mit Riccardo Basile (34).

Die zweifache Mutter glaubt, dass man sein Leben immer in bestimmte Phasen einteile: "Und ich bin gerade in so einer Phase, wo ich so überlege: Wo gehöre ich eigentlich hin?" Sie wisse derzeit nicht, welcher Gruppe sie sich zugehörig fühlt: "Wenn man gesellschaftlich guckt, gibt es so viele junge Leute, wo ich denke: Hä? Also die verstehe ich nicht mehr. Und dann gibt es aber auch viele ältere Leute, die Politik machen zum Beispiel, wo ich sage: Das verstehe ich jetzt aber auch nicht."

Franziska van Almsick fühlt sich gerade zwischen den Stühlen.
Franziska van Almsick fühlt sich gerade zwischen den Stühlen. © imago/Stephan Wallocha

Schwimm-Profi übers Älterwerden: "Schaffe ich nicht mehr"

Die Wahl-Heidelbergerin meint: "Ich hänge gerade so zwischendrin und suche mir gerade geistig, aber auch sportlich, meinen Platz. Ich kann nicht mehr mithalten mit den jungen Sport-Influencern aus dem Internet. Das schaffe ich nicht mehr." Doch zum alten Eisen würde sich Franzi van Almsick auch nicht zählen: "Aber ich bin auch nicht die Oma, die jetzt zum Neckar geht mit einer Sportgruppe und da morgens ihr Yoga macht."

Daraufhin kommt die 48-Jährige auf einen weiteren inneren Konflikt zu sprechen, der mit dem Älterwerden zusammenhängt: "Also mein Geist findet es schon richtig cool, weil ich das Gefühl habe, ich bin so ein bisschen weiser, ich stehe über den Dingen, ich bin ein bisschen entspannter." Der Körper hingegen brauche "ein bisschen länger, um das alles so zu akzeptieren, dass die Dinge eben nicht mehr so sind wie früher", so van Almsick ehrlich. Alles in allem sei die zweifache Mutter aber sehr glücklich mit ihrem Leben in Heidelberg – und vermisse vor allem den Medientrubel nicht.

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