Flop für Barbara Schöneberger: "Wenn der Zuschauer versagt, ist das nicht mein Problem"

Barbara Schöneberger und Detlef Soost teilen eine ganz besondere Gemeinsamkeit: Sie starteten vor 25 Jahren mit TV-Projekten fast am selben Tag - und mit bescheidenem Erfolg. Darauf blickten sie jetzt in einem Podcast gemeinsam - und schadenfroh - zurück.
von  Jürgen Winzer
Barbara Schöneberger kennt auch die Schattenseiten ihres Geschäfts, lässt sich von ihnen aber nicht die Laune verderben.
Barbara Schöneberger kennt auch die Schattenseiten ihres Geschäfts, lässt sich von ihnen aber nicht die Laune verderben. © 2026 Getty Images/Adam Berry

Barbara Schöneberger eilt seit Jahren von Erfolg zu Erfolg. Doch die Star-Moderatorin blickt auch auf weniger erfolgreiche Sendungen ihrer Moderationskarriere zurück. Das hat sie mit Detlef Soost gemeinsam. Beide, seit über 25 Jahren im Geschäft, erinnerten sich nun in Schöneberger Podcast an ihre Anfänge. Und die waren, vor allem zwei Projekte im Januar 2001, gar nicht mal so erfolgreich.

In der 403. Folge ihres Podcasts "Mit den Waffeln einer Frau" schauten Barbara Schöneberger und ihr Gast Choreograf Detlef Soost zurück auf zwei eher dunkle Kapitel ihrer Karriere. Im Falle Schönebergers handelte es sich um die Reality-Show "Girlscamp" (SAT.1), bei Soost um "II Club" (RTLZWEI). Beide hatten den Start im Januar 2001 gemein - "Girlscamp" hatte am 26. Januar Premiere, "II Club" am 28. Januar. Und beiden war ein ordentlicher Flop beschieden. Schöneberger: "Wurde dein Format auch nach drei Sendungen eingestellt?"

"Hast du auch die komplette Kohle für die ganze Staffel gekriegt?"

Schöneberger blickte trotzdem lachend zurück: "Und hast du auch die komplette Kohle für die ganze Staffel gekriegt?" Soost: "Naja, ist ja nicht unsere Schuld, wenn die nicht in der Lage sind, das Ding nach vorne zu bringen." Auch Schöneberger lehnte eine Mitverantwortung ab: "Wenn der Zuschauer versagt, ist das echt nicht mein Problem", lachte sie.

Die Vergangenheit verklärt einiges. Denn beide Formate waren zwar keine Quotenrenner, aber keines von beiden wurde nach nur drei Folgen abgesetzt. Schönebergers "Girlscamp", ein Abklatsch von "Big Brother", das im Vorjahr gestartet und sensationell erfolgreich gewesen war, wurde gar mit 47 Episoden fast zwei Monate lang gesendet, und es wurde sogar eine Siegerin gekürt. Anita staubte 200.000 Mark ab. Aber die Show wurde auch grund der schlechten Quoten dann doch einer geplanten zweiten Staffel beraubt.

"II Club", eine Mischung aus den damaligen RTLZWEI-Erfolgsformaten "Popstars" und "Big Brother", erreichte immerhin (die geplanten) 13 Episoden, schaffte dann aber doch die Aufnahme auf den "Fernsehfriedhof", eine Rubrik des Online-Fernsehmagazins "Quotenmeter.de" für Fernsehformate, die von den Senderchefs frühzeitig (und dauerhaft) begraben wurden. Soost überlebte das gescheiterte Format unbeschadet und wirkte bis 2012 insgesamt zehn Staffeln als Coach oder Juror bei "Popstars" mit.

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