Kommentar

Fiese Promis im RTL-"Sommerhaus": Das ist keine Unterhaltung mehr!

AZ-Reporter Sven Geißelhardt über die Mobbing-Attacken in der RTL-Show "Das Sommerhaus der Stars".
| Sven Geißelhardt
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Im "Sommerhaus der Stars" spielen sich aktuell Szenen ab, die nur schwer zu ertragen sind. Eine Horde wild gewordener Möchtegern-VIPs stürzt sich auf eine Promi-Kandidatin und macht ihr die Zeit in der Trash-Show zur Hölle - und RTL sendet das als Unterhaltungssendung.

Andrej Mangold als Schulhof-Tyrann im RTL-Mobbinghaus

Das Geschehen in diesem "Haus" dient allerdings in keiner Weise dem Entertainment, sondern zeigt systematisches Mobbing. Vor allem Ex-"Bachelor" Andrej Mangold präsentiert sich als Paradebeispiel des Schulhof-Tyrannen, der gemeinsam mit seiner Gefolgschaft gegen Ex-Liebelei Eva Benetatou hetzt. Und warum? Weil sie mit dem "Bachelor" geschlafen hat.

Zugegeben, Eva Benetatou ist kein Unschuldslamm und hat in der Vergangenheit gegen Andrej und dessen Freundin Jennifer Lange öffentlich ausgeteilt. Im "Sommerhaus" hat sie allerdings Größe bewiesen, sich bei den beiden entschuldigt und einen Neustart vorgeschlagen. Zum Dank wird sie dafür ausgelacht, als "Fot***" und "Teufel" beschimpft und solange attackiert, bis sie weint. Dies wiederholt sich in jeder einzelnen Folge.

Unschöne Szenen: RTL schlachtet Promi-Mobbing aus

Was die VIPs in dieser  Sendung treiben, ist allerdings nur eine Seite des Problems. Denn auch RTL hat eine Verantwortung seinem zum Teil minderjährigen Zielpublikum gegenüber. Statt die Promis für ihr Verhalten abzustrafen oder gar der Show zu verweisen, wird das Mobbing-Geschehen bis ins letzte unschöne Detail ausgeschlachtet. Das hat zur Folge, dass auch bei vielen Zuschauern Wut und Hass geschürt werden. Justiziable Kommentare mit schlimmen Beleidigungen und Drohungen werden dann in entsprechenden Instagram-Profilen abgeladen.

Die aktuelle Staffel "Das Sommerhaus der Stars" hat einen TV-Eklat verursacht, der abzusehen war. Denn bereits die Sat.1-Show "Promis unter Palmen" geriet vor wenigen Monaten für ähnliche Szenen in die Kritik und wurde deshalb von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) geprüft und eine Folge kurzzeitig gesperrt. Auch RTL sollte für die Ausstrahlung der Sendung Konsequenzen spüren. Mobbing darf keinen Platz im deutschen Unterhaltungsfernsehen haben.

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