Felix Neureuther meckert über Deutschland: "Wird alles kontrolliert"

Nimmt die Politik den Bürgern den Mut, sich etwas zu trauen? Für Felix Neureuther scheint die Antwort auf diese Frage klar. Der ehemalige Ski-Rennfahrer schimpft darüber, wie bürokratische Hürden das Leben in Deutschland erschweren.
Sven Geißelhardt
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Felix Neureuther ist von bürokratischen Pflichten in Deutschland nur wenig begeistert.
Felix Neureuther ist von bürokratischen Pflichten in Deutschland nur wenig begeistert. © BrauerPhotos/G.Nitschke
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Strenge Regeln, festgelegte Abläufe und klare Hierarchien, die kaum umgangen werden können – für viele Menschen ist Deutschland im Bürokratie-Wahnsinn gefangen. Auch Felix Neureuther (41) ist kein großer Fan von verpflichtenden Strukturen, die nur wenig Spielraum für Freiheiten lassen. Jetzt hat der gefeierte Ex-Profisportler seinem Ärger lautstark Luft gemacht.

Felix Neureuther genervt von Bürokratie: "Es wird alles reglementiert"

Eigentlich geht es im Gespräch mit der ehemaligen Radsportlerin Denise Schindler (39) um den Leistungsdruck im Profisport. Doch Felix Neureuther zieht dabei einen Vergleich zur deutschen Gesellschaft. "Es wird nahezu alles kontrolliert", wettert er in der aktuellen Folge seines Podcasts "Pizza & Pommes". "Der Bäcker muss, wenn er eine Brezel verkauft, diese bonieren. Es wird alles reglementiert bei uns."

Das wirke sich dem 41-Jährigen zufolge vor allem negativ auf den Nachwuchs in der Geschäftswelt aus, wie er betont: "Wenn du ein Start-up hast, dann hast du so viele Regeln. Es dauert wahnsinnig lange, um Dinge umzusetzen." Felix Neureuther zufolge werde "den Menschen der Mut und die Hoffnung genommen", ihren Traum zu leben.

Ich glaube, dass man den Menschen wieder mehr Hoffnung geben muss.

- Felix Neureuther

Auch Denise Schindler unterstützt die Meinung ihres Kollegen. "Es ist ja Fakt, dass weniger Bürokratie die Wirtschaft ankurbeln würde", sagt sie dazu. Ihr Lösungsansatz ist dabei relativ simpel: Bürokratische Prozesse sollten "entschlackt" werden. Felix Neureuther fügt an: "Man muss wieder da hinkommen: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. [...] Ich glaube, dass man den Menschen wieder mehr Hoffnung geben muss."

2016 hat Denise Schindler bei den Paralympics in Rio de Janeiro die Bronzemedaille gewonnen.
2016 hat Denise Schindler bei den Paralympics in Rio de Janeiro die Bronzemedaille gewonnen. © imago/Pressefoto Baumann

"Alles immer negativ": Felix Neureuther sieht Politik in der Verantwortung

Ein großes Problem sieht der ehemalige Ski-Rennläufer darin, dass in Deutschland viele Dinge zuerst negativ dargestellt würden. Die Verantwortung dafür sieht Neureuther vor allem in der Politik und hat eine starke Vermutung: "Alles ist immer negativ. [...] Das ist irgendwo auch politisch gesteuert." Dennoch appelliert der 41-Jährige an seine Community: "Traut euch was, macht was, packt's an!"

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3 Kommentare
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  • Bongo am 12.07.2025 08:53 Uhr / Bewertung:

    „Alles ist immer negativ. Das ist irgendwo auch politisch gesteuert“. Eine solche Aussage würde man anderen als Verschwörungstheorie bezeichnen. Die wahren Gründe, weshalb in unserem Land so viel Bürokratismus aufgebaut wurde, weiß er nicht oder traut er sich nicht zu schreiben.
    Und Lösungen z.B. bezüglich der Klimakrise bietet Felix Neureuther auch nicht an.

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  • dakaiser am 11.07.2025 08:08 Uhr / Bewertung:

    Hat er wirklich "Brezel" gesagt?

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  • Frale am 10.07.2025 15:18 Uhr / Bewertung:

    Von der Regierung wird doch immer wieder gesagt "weniger Bürokratie". Was passiert... NIX. Es wird eher noch schlimmer. Aber wenn ich eine Brezel kaufe, soll ich einen Bon bekommen. Geht's noch ? Der Bäcker könnte ja Steuern hinterziehen. Kümmert Euch lieber um die wahren großen Dinge.. sag nur GUM-EX .... aber da schaut die Regierung ja nicht durch .... also ärgert man den kleinen Mann.

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