Familienzeit verboten: Ana Ivanovic packt über strikte Regeln aus

Familie ist für Ana Ivanovic das Wichtigste im Leben. Doch jetzt spricht die Ex von Bastian Schweinsteiger offen über ein einstiges, privates Verbot. Warum durfte sie keine Zeit mit ihren Liebsten verbringen?
Max Häussler
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Ana Ivanovic spricht jetzt über ein striktes Familienverbot.
Ana Ivanovic spricht jetzt über ein striktes Familienverbot. © imago/Eventpress

Bis heute hat Ana Ivanovic (38) ein sehr enges Verhältnis zu ihren Eltern. Dragana und Miroslav Ivanovic waren der Serbin eine große Stütze im Leben und begleiteten sie während ihrer gesamten Karriere. Doch auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs musste die einstige Tennisspielerin privat große Opfer bringen, wie sie jetzt gesteht.

Verbot für Ana Ivanovic: "Darfst nicht mit deinen Eltern zu Abend essen"

2008 gewann Ana Ivanovic die French Open in Paris – ein wichtiger Meilenstein in ihrer Karriere. Kurz danach wurde sie erstmals die Nummer eins der Weltrangliste im Frauen-Einzel. Während die Serbin auf dem Tennisplatz brillierte, musste Ivanovic im Privatleben viel verzichten. Im Podcast "(Ne)uspjeh prvaka" klärt sie auf: "Ich erinnere mich an etwas, was mein Trainer mir vor jedem Spiel sagte, in dem Jahr, in dem ich Roland Garros [die French Open, Anm. d. Red.] gewann. Damals waren meine Eltern und mein Bruder in Paris. Er sagte: 'Ana, du darfst mit deinen Eltern nicht zu Abend essen, weil es dir zu viel Energie zieht.'"

Die Eltern von Ana Ivanovic, Miroslav und Dragana, während eines Tennisspiels ihrer Tochter.
Die Eltern von Ana Ivanovic, Miroslav und Dragana, während eines Tennisspiels ihrer Tochter. © imago/Hasenkopf

Strikte Anweisung vom Trainer: "Direkt zurück in das Hotelzimmer"

Gemeinsame Abende mit den Eltern wurden allem Anschein nach verboten. Mit ihrem Bruder Miloš und ihrem Fitnesstrainer habe Ivanovic jedoch Zeit verbringen dürfen. Nach dem Essen im "immer gleichen Restaurant" sei die einstige Tennisspielerin aufgefordert worden, "direkt zurück in das Hotelzimmer" zu gehen. "Mein Bruder und ich teilten damals einen Raum. Um neun Uhr saßen wir dann immer dort und überlegten, was wir machen könnten. Ich las meistens etwas, während er Fernsehen schaute", schildert Ana Ivanovic.

Prägende Erfahrung für Schweinsteiger-Ex: "Wird mich einholen und bestrafen"

Die 38-Jährige hätte natürlich gern Zeit mit ihren Eltern verbracht, betont sie im Podcast. Doch die Serbin habe bereits damals erkannt, dass die strikten Anweisungen ihres Trainers Erfolge brachten. "Es zahlte sich aus. Ich habe das Turnier dann ja gewonnen", erklärt Ivanovic. Diese Erfahrung sollte die Serbin noch lange prägen und löste in ihr ein Umdenken aus. "In meinem Kopf verband ich Verzicht direkt mit Erfolg. Später in meiner Karriere, wenn ich ein wenig entspannen wollte oder privat irgendwo hingehen wollte, hatte ich immer das Gefühl, dass ich das nicht durfte. Ich dachte: 'Es wird mich einholen und mich bestrafen, wenn ich das mache. Ich werde müde sein. Ich werde nicht in der Lage sein, richtig Tennis zu spielen oder zu trainieren.'"

Shoppen zu gehen oder "einen Tag am Strand zu verbringen" sei für Ivanovic schwierig geworden. Das schlechte Gewissen wurde für die Sportlerin zum täglichen Begleiter. "Es kam also ein Verzicht nach dem anderen", erzählt sie im Weiteren.

Kein privater Verzicht mehr: Ana Ivanovic als dreifache Mutter

Auf private Freuden und gemeinsame Zeit mit den Liebsten zu verzichten, kommt für Ivanovic heute nicht mehr infrage. Mit ihrem Ex-Partner Bastian Schweinsteiger (42) gründete sie eine eigene Familie – ihre drei Söhne Luka, Leon und Theo sind längst zum Mittelpunkt ihres Lebens geworden.

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