Familienkrieg bei den Bismarcks

In der Familie Bismarck gibt es einen Streit um die Erbfolge. Graf Carl-Eduard von Bismarck leidet "unter dem ewigen Zoff", wie er der "Bild am Sonntag" sagte. Er sei deswegen nicht mehr in der Lage gewesen, einer geregelten Arbeit nachzugehen.
| (hub/spot)
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Graf Carl-Eduard von Bismarck (52), der Ur-Ur-Enkel des ehemaligen Reichskanzlers Otto von Bismarck, hat der "ewige Zoff um das Erbe auf Friedrichsruh" so sehr zugesetzt, dass er nicht mehr in der Lage war, einem geregelten Job nachzugehen, wie er nun der "Bild am Sonntag" berichtet: "Das Zerwürfnis zwischen meinem Bruder Gregor und mir ist tief."

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Der Gerichtsvollzieher sei "leider nicht selten" bei ihm, sagt Bismarck, der nach eigenen Angaben "null Einkommen" hat. Es gehe um alte Rechnungen, "vom Finanzamt, von Reparaturen im Schloss". Da sein 83 Jahre alter Vater nicht wolle, dass er einen Offenbarungseid leiste, seien Rechnungen von rund 200.000 Euro offen.

Seinem jüngeren Bruder Gregor wirft Carl-Eduard von Bismarck vor, sich den Besitz der Familie allein sichern zu wollen. "Fakt ist nun, dass mein Bruder bereits 51 Prozent der Forstwirtschaft hat, womit ich kein Problem habe. Ab seinem 50. Geburtstag, im nächsten August, hat dann auch Gregor das Sagen im Schloss. Aber erst nach dem Tod meines Vaters. So lange er lebt, habe ich ein Wohnrecht auf Friedrichsruh." Momentan wohnten die Eltern auf der einen Hälfte, Carl-Eduard auf der anderen. Sein Bruder besitze ein Anwesen in Aumühle, erklärte der Graf dem Blatt.

Was er wirklich erbe, stehe noch nicht fest, berichtet Graf Carl-Eduard, der momentan hauptsächlich in London lebt, weiter. Offenbar ist aber nicht nur das Verhältnis zu seinem Bruder schlecht, sondern auch zu seiner Mutter: "Erst kürzlich haben sie wieder Schlösser ausgetauscht, sodass ich nicht in meinen Teil des Schlosses konnte", sagte der Graf dem Blatt weiter. Die Verwandte hätten auch schon versucht, seine Möbel abzutransportieren. "Es ist schrecklich. Es ist doch auch mein Zuhause."

An Familienzusammenkünfte hat Graf Carl-Eduard keine guten Erinnerungen. Vor drei Jahren hatte Gregor sogar die Polizei eingeschaltet. Zu den damaligen Vorwürfen - schwere Körperverletzung, Drogen und Alkohol sollen im Spiel gewesen sein - sagte der 52-Jährige der "Bild am Sonntag": "Nichts davon ist wahr." Er sei in Handschellen vor dem Schloss gelegen. Damals sei er nüchtern gewesen. Zum Thema Alkoholismus sagt er, dieser sei "leider eine Krankheit, die kommt und geht". Und durch den "ganzen Zoff" habe es Rückfälle gegeben.

Aber auch er habe "sicherlich Fehler gemacht", sei beispielsweise betrunken Auto gefahren. Zu seiner Bundestagszeit sei er zu schwach gewesen, gesteht Carl-Eduard von Bismarck dem Blatt. "Als faulsten Politiker hat man mich beschimpft. Mit meiner zweiten Frau Celia habe ich zu viel Geld ausgegeben." Jetzt versuche er gerade einen Job zu bekommen, was aber nicht leicht sei. Seine Frau Nathalie arbeite hart im PR-Bereich, "um die Kinder in vernünftige Schulen zu schicken".

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