Ex-Vertrauter von Ana Ivanovic klärt über Trennung auf: "Ich wollte sie beschützen"
Ana Ivanovics Trainer Sven Groeneveld (61) wollte 2009 nicht länger mit ihr zusammenarbeiten. Zwischen den beiden kam es zur beruflichen Trennung. Groeneveld klärt nun über die Beweggründe auf.
Bittere Absage für Ana Ivanovic: "Ich wollte sie beschützen"
Für Ivanovic war die Entscheidung ihres einstigen Tennis-Coaches schwer zu verkraften. 2007 und 2008 erlebte die Serbin die wohl prägendste Zeit in ihrer Karriere. Im Juni 2008 folgte der sportliche Höhepunkt: Ivanovic gewann die French Open in Paris und stieg anschließend zur Nummer eins der Weltrangliste auf.
Sven Groeneveld hatte sie auf diesem Weg begleitet. Er war Teil eines Trainerprogramms von Adidas und betreute die von der Sportmarke gesponserten Spieler, darunter eben auch Ana Ivanovic. 2009 kam es dann zur bitteren Absage. "Sven kam einfach zu mir und sagte, dass er mich nicht mehr trainieren möchte", verriet die Ex-Partnerin von Bastian Schweinsteiger (42) vor Kurzem. Im Interview mit der Abendzeitung bezieht Groeneveld jetzt Stellung. "Ich wollte sie beschützen", so der Niederländer.
Er habe ihrem Management geraten, Ivanovic solle einen Vollzeit-Trainer engagieren, der sie in ihrer weiteren Entwicklung als Tennisspielerin unterstützen könne. Groeneveld selbst hielt sich offenbar nicht für den Richtigen für diese Aufgabe.

Ana Ivanovic enttäuscht: Ex-Trainer spricht von Scheidung
2011, zwei Jahre später, fragte ihn Ivanovic, ob er nun ihr Vollzeit-Trainer werden wolle. "Ich hatte eine tolle Beziehung mit ihm", meinte die Ex-Sportlerin im Podcast-Gespräch mit dem ehemaligen Fußballer Slaven Bilic (58). "Zwei Tage vor den Australian Open sagte er mir dann, dass er es nicht machen wolle, und ließ mich damit allein." Erneut fühlte sich Ivanovic von dem Niederländer vor den Kopf gestoßen. Seine wiederholte Absage hatte offenbar mit privaten Belastungen zu tun, verrät Groeneveld der Abendzeitung. "Die Zeit war für mich persönlich sehr schwierig, da ich eine Scheidung durchlebte."
Doch es habe einen weiteren Grund dafür gegeben, warum der 61-Jährige die Rolle als Ivanovics Vollzeit-Coach strikt ablehnte. Der Abendzeitung sagt er: "Herausfordernde Verhandlungen mit ihrem Management und eine schlechte Kommunikation haben mich sehr verärgert und enttäuscht. Letztlich entschied ich mich dagegen, mit Ana privat zusammenzuarbeiten, obwohl ich weiterhin in meiner Funktion als Adidas-Berater tätig war."

Ex-Trainer über Familienleben von Ana Ivanovic: "Wundervolle Mutter"
Sven Groeneveld gesteht offen: "Ich habe jetzt seit 2013 nicht mit Ana gesprochen. Aber ich habe ihr Leben und ihre Karriere von einer gewissen Distanz aus verfolgt." Der Tennistrainer habe Ivanovic immer gemocht. Über die Serbin sagt er heute: "Ich glaube nicht, dass sie sich in ihrem Wesen verändert hat. Ich habe sie beobachtet, wie sie in ihr Leben als dreifache Mutter hineingewachsen ist. Und ich bin mir sicher, dass sie eine wundervolle Mutter ist." Wenn er auf seine Erfahrungen mit Ana Ivanovic zurückblickt, falle Groeneveld vor allem eines auf: "Ihre Verbindung mit ihrer Familie war immer die Grundlage für ihr Wohlbefinden und ihr Glück."

Sven Groeneveld hofft auf Aussprache: "Gemeinsam zu Abend essen"
Generell zeigt sich der Niederländer sehr versöhnlich. Nach 13 Jahren Funkstille hofft er nun auf eine Aussprache. Die gegenseitige Enttäuschung sollte laut Sven Groeneveld der Vergangenheit angehören. "Und ich hoffe, dass wir eines Tages gemeinsam zu Abend essen und über die Lektionen und Erfahrungen sprechen können, die wir im Leben miteinander geteilt haben."
"Ich glaube nicht, dass Ana jemals gewürdigt hat, was sie erreichte"
In seiner Zeit als Ana Ivanovics Trainer habe Groeneveld die Serbin intensiv kennenlernen dürfen. Er findet auch heute nur lobende Worte für seinen einstigen Schützling: "Ich glaube nicht, dass Ana jemals ausreichend gewürdigt hat, was sie 2008 erreichte: das Finale der Australian Open, den Sieg bei den French Open und den Sprung an die Spitze der Weltrangliste." Wenn es nach ihm gehe, sei es allerhöchste Zeit, Ivanovic auf besondere Weise zu ehren: "Meiner Meinung nach verdient sie es, in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen zu werden."
