Ex-SAT.1-Moderator Ricky Harris arbeitete nach TV-Karriere als Taxifahrer: "War so stolz auf mich"

Der einstige Talkshow-Moderator Ricky Harris hat in seinem Leben viele Hochs und Tiefs erlebt. Trotzdem ist der 64-Jährige stolz auf sein Leben, wie er nun in der "NDR Talk Show" schilderte.
Marko Schlichting |
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Ricky Harris sprach in der "NDR Talk Show" über sein Leben nach der TV-Karriere.
Ricky Harris sprach in der "NDR Talk Show" über sein Leben nach der TV-Karriere. © ARD

Ex-Talkshow-Moderator Ricky Harris braucht das Rampenlicht nicht mehr. Mit seinem neuen Leben sei er zufrieden, sagt der ehemalige SAT.1-Nachmittagstalker in der "NDR Talk Show" am Freitagabend. Inzwischen, erzählt der gebürtige US-Amerikaner, arbeite er als Betreuer und Schulbegleiter an einer Ganztagsschule.

Nach seiner TV-Karriere habe er sein Geld mit den verschiedensten Jobs verdient: "Ich habe angefangen, nachts Taxi zu fahren. Ich muss ehrlich sagen: Das war so eine schöne Zeit, weil ich habe eine Aufgabe gehabt", erinnert er sich im ARD-Talk. Jugendliche "abzuholen von den Discos, den Bars und die sicher nach Hause zu bringen" - das habe er gern getan: "Ich war so stolz auf mich, dass ich das machen konnte."

"Am nächsten Tag war meine Schwester da und hat mir ihre Niere gespendet"

Ricky Harris ist in Detroit geboren. In Deutschland startete er 1999 mit einer Talkshow nach amerikanischem Muster eine kurze TV-Karriere. Die Show war hart, schnell und löste heftige Diskussionen aus. Nach einem knappen Jahr nahm SAT.1 sie aus dem Programm, der Vertrag mit Ricky Harris wurde nicht verlängert.

Einige Jahre später kam die Horrornachricht: Seine Nieren arbeiteten nicht mehr, damals hieß es, er müsse an die Dialyse. "Dann habe ich in Amerika angerufen. Ich habe meinen Eltern mitgeteilt, ich komme auf eine Warteliste, ich werde dann sieben Jahre an die Dialyse müssen, und am nächsten Tag war meine Schwester da und hat mir ihre Niere gespendet", erzählt er unter Tränen.

Heute lebt der 64-Jährige mit seiner Lebensgefährtin in Landsberg am Lech - und erklärt in der "NDR Talk Show", was ihm bei allem, was er erlebt habe, am wichtigsten sei: seine Familie. "Ich bin so stolz auf meine drei Kinder, ich bin so stolz auf meine Ex-Frau. Ich bin so stolz auf meine Lebensgefährtin jetzt. Ich bin auch stolz auf meine Enkel."

Zu sehen gibt es die "NDR Talk Show" in der ARD Mediathek.

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