Ex-"Rosenheim-Cops"-Star Mark-Alexander Solf: Heute arbeitet er als Arzt in München

Markus Böker, Tom Mikulla, Vanessa Eckart, Sophie Melbinger, Florian Fitz – bei "Die Rosenheim-Cops" standen über die Jahre einige Schauspieler als Kommissare vor der Kamera. Während viele ehemaligen Stars auch heute noch gerne in andere Rollen schlüpfen, hat ein Publikumsliebling die TV-Branche inzwischen hinter sich gelassen: Mark-Alexander Solf.
Medizin statt TV-Karriere: So sieht der "Rosenheim-Cops"-Star heute aus
Von 2015 bis 2016 verkörperte der heute 44-Jährige den Kriminalkommissar Sebastian König, doch in den letzten Jahren hat er sich in der Öffentlichkeit rar gemacht. Das liegt nicht an ausbleibenden Rollenangeboten, denn Mark-Alexander Solf hat sich nicht nur im Schauspiel ein Standbein aufgebaut.
Bereits während seines Studiums an der Otto-Falckenberg-Schule schrieb er sich an der TU München für Medizin ein. 2024 erzählte der Schauspieler der "SZ": "Das war mein Plan B." Heute arbeitet er als Oberarzt im Klinikum der Universität München, wie seinem Profil auf dem Job-Netzwerk XING zu entnehmen ist. Er ist auch als Notarzt für Intensivtransporte tätig.

Comeback bei "Die Rosenheim-Cops": Warum Mark-Alexander Solf wieder im TV zu sehen ist
Aufmerksame Zuschauer werden bemerkt haben, dass Mark-Alexander Solf wieder in "Die Rosenheim-Cops" zu sehen ist. Der schauspielernde Arzt ist aber nicht ans Set zurückgekehrt, denn das ZDF strahlt täglich alte Folgen der beliebten Serie aus.
Aktuell wird die 14. Staffel im TV wiederholt. Mark-Alexander Solf ist darin in fünf Episoden zu sehen. Fans können ihn noch bis einschließlich Donnerstag (22. Januar) in der Rolle Sebastian König bewundern. Auch in Staffel 15 spielte der Schauspieler mit und stand für insgesamt vier Folgen vor der Kamera.

Erst Bühne, dann TV und schlussendlich Arzt: Die Karriere von Mark-Alexander Solf
Dass Mark-Alexander Solf sich neben seiner Schauspielkarriere im medizinischen Bereich ausprobieren konnte, hat er vor allem einem Mann zu verdanken: Dieter Dorn. Unter dem Regisseur spielte der heutige Arzt von 2007 bis 2011 am Münchner Residenztheater und konnte sein Medizinstudium weiterführen: "Das war unser Gentlemen’s Agreement. Dass er mir das ermöglicht hat, war damals schon sehr modern gedacht", sagte er im Gespräch mit "SZ".
Als dann 2014 eine große Rolle bei "Die Rosenheim-Cops" anstand, war es durch eine ähnliche Vereinbarung mit einer kleineren Münchner Klinik möglich, beruflich zweigleisig zu fahren. So arbeitete Solf gleichzeitig als Schauspieler und Anästhesist.
"Die Rosenheim-Cops"-Fans erkennen Mark-Alexander Solf auch als Arzt
Die Situation änderte sich jedoch mit einer neuen Anstellung beim Klinikum Großhadern. Mark-Alexander Solf musste sich für einen Karriereweg entscheiden – die Wahl fiel auf das Gesundheitswesen statt TV. "Dass man unmittelbar jemandem helfen kann, ist ein gutes Gefühl", erklärte der Arzt und Schauspieler seinen Entschluss.
Mit seiner Rolle bei "Die Rosenheim-Cops" – auch wenn es nur zwei Jahre waren – hat der schauspielernde Arzt bleibenden Eindruck bei den Fans hinterlassen. Dass Mark-Alexander Solf von Patienten wiedererkannt wird, ist nicht ungewöhnlich. Doch der 43-Jährige findet seine Stellung als Mediziner wichtiger und sagte: "Wenn nicht die ganz konkrete Frage kommt, ob ich das bin, gehe ich gar nicht drauf ein."
Seine Laufbahn als Schauspieler hat er aber noch nicht komplett beendet. Wie der Film- und Serien-Datenbank "IMDb" zu entnehmen ist, hat Solf in den vergangenen Jahren unter anderem für "Die Chefin", "Laim und der letzte Schuldige" und "Frühling" gedreht. Zuletzt stand er 2023 für "Hubert und Staller" vor der Kamera.
Rückkehr zu "Die Rosenheim-Cops"? Das sagt Mark-Alexander Solf
Rückblickend betrachtet, bereut der ehemalige "Die Rosenheim-Cops"-Darsteller seine Entscheidung für die Medizin nicht. "Dafür applaudiert nie jemand dem Anästhesisten, aber damit muss man zurechtkommen", sagt er über seinen Job, betont aber: "Die Anästhesie und die Notfallmedizin würden mir fehlen. Ich denke nur noch ganz selten an den Schauspielberuf zurück."
Eine Rückkehr zum TV will Mark-Alexander Solf allerdings nicht kategorisch ausschließen: "Wenn sich eine schöne Türe öffnet, würde ich durchgehen. Schauen wir, wer eine aufmacht."