Ex-Prinz Andrew kassierte offenbar Geld durch Untervermietungen
Noch mehr Ärger für Andrew Mountbatten-Windsor (66)? Ein am Freitag veröffentlichter Bericht des britischen National Audit Office hat neue Details zu den Wohn- und Mietverhältnissen des früheren Prinzen ans Licht gebracht.
Laut dem britischen "Guardian" geht aus dem Bericht hervor, dass der Ex-Prinz für die Royal Lodge in Windsor lediglich eine sogenannte "peppercorn rent" zahlte - eine symbolische Miete, die deutlich unter dem Marktwert liegt. Gleichzeitig erlaubte ihm sein langfristiger Pachtvertrag, drei Cottages auf dem Anwesen unterzuvermieten.
Wie viel Geld er dadurch tatsächlich einnahm, ist laut Bericht nicht bekannt. Die entsprechenden Mietverträge und Einnahmen wurden nicht veröffentlicht.
Mögliche Entschädigung?
Mountbatten-Windsor hatte die Royal Lodge im Jahr 2003 im Rahmen eines 75-jährigen Leasingvertrags übernommen. Dafür zahlte er eine Einmalgebühr von rund einer Million Pfund und investierte nach Angaben des Berichts weitere 7,5 Millionen Pfund in die Renovierung des Anwesens.
Der NAO-Bericht kommt dem "Guardian" zufolge zu dem Schluss, dass ihm bei einer vorzeitigen Aufgabe des Vertrags theoretisch eine Entschädigung zwischen rund 302.000 und 488.000 Pfund zustehen könnte. Allerdings hatte das Crown Estate bereits zuvor erklärt, dass mögliche Schäden und notwendige Instandsetzungen am Gebäude diese Summe vermutlich aufzehren würden.
Inzwischen lebt Mountbatten-Windsor nicht mehr in der Royal Lodge, sondern auf Marsh Farm auf dem Sandringham Estate in Norfolk. Nach zahlreichen Kontroversen hatte sein Bruder, König Charles III. (77), veranlasst, dass Andrew ausziehen muss. Anfang 2026 tat er dies dann auch.
Das sagt der Palast zum Bericht
Das Crown Estate verteidigte die bestehenden Regelungen in einem Statement gegenüber dem "Guardian". Ein Sprecher erklärte, die Miet- und Pachtverträge mit Mitgliedern der Königsfamilie seien jeweils auf Grundlage unabhängiger Gutachten und marktüblicher Bewertungen vereinbart worden.
Auch der Buckingham-Palast verwies auf die unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Immobilien und betonte, dass die Wohnregelungen von Faktoren wie Lage, Sicherheitsanforderungen und Nutzung abhingen.
Rätsel um auffälligen Bluterguss
Für weitere Schlagzeilen sorgen aktuelle Bilder, die den 66-Jährigen mit einem großflächigen violetten Bluterguss rund um sein rechtes Auge zeigen. Die Fotos, die der "Daily Mail" vorliegen, sollen in der Nähe seines neuen Wohnsitzes in Norfolk entstanden sein. Woher die Verletzung stammt, ist nicht bekannt.
Erst vor wenigen Wochen war Mountbatten-Windsor Berichten zufolge in einen Sicherheitsvorfall verwickelt. Während eines Spaziergangs soll ein Mann mit Sturmhaube auf ihn zugelaufen sein und ihn aus einiger Entfernung angeschrien haben. Mountbatten-Windsor habe daraufhin gemeinsam mit seinem Leibwächter den Ort verlassen.
Ermittlungen laufen weiter
Parallel dazu laufen weiterhin polizeiliche Untersuchungen gegen Andrew. Die Ermittlungen hatten ursprünglich seinen früheren Posten als britischer Handelsbeauftragter zwischen 2001 und 2011 zum Gegenstand. Inzwischen sollen die Untersuchungen deutlich ausgeweitet worden sein.
Zuletzt wurde bekannt, dass die Polizei auch einem Vorwurf nachgeht, wonach sich Mountbatten-Windsor im Jahr 2002 während des Pferderennens Royal Ascot unangemessen gegenüber einer damals als Servicekraft beschäftigten Frau verhalten haben soll.
Darüber hinaus beschäftigen sich die Behörden weiterhin mit Fragen rund um seine langjährige Bekanntschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019).
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