Eva Padberg im AZ-Interview: "Nicht ohne (m)eine Tasche"

Barfuß ausgehen — das ist kein Problem für Topmodel Eva Padberg. Aber ohne Beutel, Clutch oder Rucksack – das geht überhaupt nicht. Ein Gespräch über ständige Begleiter einer Frau.
| Andrea Vodermayr
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"Man hat ja nie die passende Tasche zum Outfit": Model Eva Padberg im Ingolstadt Village.
Brauer Photos "Man hat ja nie die passende Tasche zum Outfit": Model Eva Padberg im Ingolstadt Village.

AZ: Frau Padberg, welche Rolle spielen Handtaschen in Ihrem Leben?

EVA PADBERG: Eine große Rolle. Barfuß geht schon mal, aber ohne Handtasche – das ist ein seltsames Gefühl. Man hat als Frau das Bedürfnis, einige Dinge immer mit dabei zu haben, auch wenn ich persönlich nicht zu denjenigen Frauen zähle, die mit total vollgestopfter Handtasche unterwegs sind. Aber man möchte auf das vorbereitet sein, was das Leben mit sich bringt.

Was darf in Ihrer Handtasche nicht fehlen?

In Sachen Kosmetik ist es überschaubar: Lippenpflege und Handcreme. Wenn ich fliege, dann habe ich neben Kopfhörern auch immer ein Beutelchen mit allen Flüssigleiten dabei. Ansonsten findet man in meiner Tasche nichts Aufregendes: Handy, Sonnenbrille und Geldbörse. Ach ja: In meiner Berlin-Tasche, meiner Lieblingstasche, befindet sich auch alles, was ich unterwegs für meine Hunde brauche: Tütchen für ihr Geschäft und Kauknochen.

Wie viele Handtaschen besitzen Sie?

Ich würde sagen, ich komme bestimmt auf 100. Die meisten davon sind Clutches: Ich habe zwei Schubkästen voll, denn die braucht man immer für Events. Man hat ja nie die passende Tasche zum Outfit (lacht). Ich kaufe Taschen oft selbst, die Kleider hingegen bekomme ich oft gestellt. Ich achte bei der Taschenwahl darauf, dass aus jeder Farbwelt etwas dabei ist und habe auch einige ausgefallenere Modelle, zum Beispiel in Silber oder Gold. Außerdem gibt es bei mir immer eine Haupttasche: Das ist in der Regel ein geräumiger Shopper, denn ich bin ein großer Fan von Beuteltaschen. Wichtig ist dabei eine gute Aufteilung, denn sonst findet man nichts wieder. Und dann kommen noch etliche Cross-Body-Bags und Umhängetaschen hinzu.

Vorlieben?

Ich bin ein absoluter Wildleder-Junkie. Ich kaufe oft Sachen nur deshalb, weil sie aus Wildleder sind.

Sehen Sie Taschen-Trends für den Herbst/Winter?

Abends bin ich im Moment eher bei der Cross-Body-Bag als bei der Clutch. Die passen nämlich perfekt zum angesagten 70ies-Look mit Schlaghosen und Co. Fürs Business mag ich gerne geometrische und klare Formen, wie die Kastenform. Das ist ein guter Gegenpart, wenn das Outfit verspielter ist. Außerdem kann man sie nicht nur eine Saison, sondern mindestens zehn Jahre lang tragen.

Wie aufgeräumt ist Ihre Tasche?

Es herrscht Chaos! Das einzig Ordentliche darin ist das Kosmetiktäschchen. Ansonsten werfe ich alles wild hinein. Wenn man reist, dann kommen oft noch Kaugummi und ein halb aufgegessenes Sandwich mit hinein. Ich beneide alle, die eine ordentliche Handtasche haben und bei denen alles am richtigen Platz ist. Das ist für mich sehr inspirierend, aber nicht umsetzbar. Ich bemühe mich aber zumindest, das Handy immer in die Seitentasche zu stecken, damit ich es wieder finde.

Gibt es eine Traumtasche, mit der Sie schon länger liebäugeln?

Ja, sie ist von Prada. Ich weiß nicht, wie das Modell heißt, aber ich habe sie letztes Jahr in Bicester Village bei London entdeckt. Es gibt dort einen großen Prada-Store, über zwei Etagen. Es ist eine sehr klassische Tasche in einem wunderschönen Braunton und sie sieht fast aus wie eine Laptop-Tasche. Sie kostet allerdings immer noch 1200 Euro, und bei dieser Summe überlege ich zweimal. Wenn ich für eine Tasche so viel Geld ausgebe, dann muss ich mir meiner Sache sicher sein. Aber bei meinem nächsten Besuch dort werde ich zuschlagen.

Können Sie sich an Ihre erste Handtasche erinnern?

An meine erste nicht. Aber meine erste Designer-Tasche war von Chanel. Ich habe sie mir vor Jahren in München auf der Maximilianstraße gekauft. Ich benutze sie aber nicht sehr oft, da ich Angst habe, dass sie kaputt gehen könnte oder ein Fleck drauf kommt. Es ist die klassisch gesteppte, mit einem Kettchen als Träger. Öfter kommt bei mir die Berlin-Tasche zum Einsatz: ein gelber Wildledersack. Es ist eine ganz einfache Ledertasche, die ich immer noch herauskrame, auch noch nach fünf Jahren. Diese Tasche geht immer.

Was sagt Ihr Mann zu Ihrem Faible?

Ich halte es von ihm fern. Ich habe ein Ankleidezimmer und ich glaube, in das hat er schon seit Jahren keinen Fuß mehr gesetzt.

Männer und Handtaschen – ja oder nein?

Das ist typabhängig. Wenn ein Mann gut gestylt ist und eine Ledertasche dabei hat, in der sich ein Laptop befindet, dann ja. Ohne Laptop lieber nicht.

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