Europäischer Filmpreis: "Sentimental Value" ist der große Gewinner

Der Europäische Filmpreis hat einen klaren Gewinner hervorgebracht: Für "Sentimental Value" gab es in der deutschen Hauptstadt sechs wichtige Preise.
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Der norwegische Regisseur Joachim Trier räumte mit seinem Film "Sentimental Value" in Berlin ab.
Der norwegische Regisseur Joachim Trier räumte mit seinem Film "Sentimental Value" in Berlin ab. © imago images/Future Image/Sebastian Gabsch

Im Haus der Kulturen der Welt in Berlin ist am Samstagabend der 38. Europäische Filmpreis vergeben worden. Der große Abräumer war das Familiendrama "Sentimental Value" des norwegischen Regisseurs Joachim Trier (51).

"Sentimental Value" ist bester euroäischer Film

Der Film erhielt sechs Auszeichnungen, darunter den Hauptpreis als bester europäischer Film. Joachim Trier wurde als bester Regisseur ausgezeichnet. Die Hauptdarsteller - die Norwegerin Renate Reinsve (38) und der Schwede Stellan Skarsgård (74) - wurden als beste Schauspieler gekürt. Für die Filmmusik in "Sentimental Value" nahm die polnische Pianistin Hania Rani (35) den Preis als beste europäische Komponistin entgegen. Eskil Vogt und Joachim Trier wurden zudem für ihr gemeinsames Drehbuch ausgezeichnet. Der Film, der eine norwegisch-französisch-dänisch-deutsch-schwedische Koproduktion ist, zeichnet die schwierige Beziehung eines Regisseurs zu seinen beiden Töchtern nach.

"In die Sonne schauen" mit nur einer Auszeichnung

Über fünf Auszeichnungen durfte sich "Sirât" des französischen Regisseurs Oliver Laxe (43) freuen. In dem Roadmovie suchen ein Vater und sein Sohn in der Wüste nach der verschwundenen Tochter.

Zum besten Dokumentarfilm wurde "Fiume o morte!" von Igor Bezinović (43) gekürt. Die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann (87) erhielt eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk. Die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher wurde für ihre Verdienste um den weltweiten Einfluss des europäischen Kinos ausgezeichnet. Die Berliner Produktionsfirma Komplizen Film erhielt einen Award für ihr Engagement für europäische Koproduktionen.

Eine Enttäuschung gab es für die deutsche Oscar-Hoffnung "In die Sonne schauen" von Regisseurin Mascha Schilinski (geb. 1984). Der Film erhielt eine Auszeichnung für das beste Kostümbild. Ansonsten ging er trotz etlicher Nominierungen in Berlin leer aus.

Jafar Panahi wies auf die Lage im Iran hin

Der iranische Regisseur Jafar Panahi (65) hielt die Eröffnungsrede und wies auf die Lage in seiner Heimat hin. "Wenn die Welt heute nicht auf diese eklatante Gewalt reagiert, dann ist nicht nur der Iran, sondern die ganze Welt in Gefahr." Zuvor hatten sich auf dem roten Teppich auch andere Filmschaffende solidarisch mit den Iranern gezeigt.

Der Europäische Filmpreis wird abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt von der Europäischen Filmakademie vergeben. Rund 5.400 Mitglieder stimmten über die Sieger und Siegerinnen ab.

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