Eugenie verlässt älteste Menschenrechtsorganisation der Welt
Sieben Jahre lang war Prinzessin Eugenie (35) das royale Gesicht im Kampf gegen moderne Sklaverei. Nun ist diese Verbindung Geschichte. "Anti-Slavery International", die älteste Menschenrechtsorganisation der Welt, hat das Profil der britischen Royal von ihrer Website entfernt - und damit einen Schlussstrich unter eine Zusammenarbeit gezogen, die mit großen Worten begonnen hatte.
Wie der britische "Observer" weiter berichtet, hatte die Charity-Organisation Eugenies Einsatz einst ausdrücklich gelobt und ihre Arbeit "auf breiter Front mit Führungspersönlichkeiten im Kampf gegen moderne Sklaverei" gewürdigt. Nun bestätigte die Organisation in einer knappen Erklärung das Ende der Schirmherrschaft: "Nach sieben Jahren ist unsere Patronatsvereinbarung mit HRH Prinzessin Eugenie of York beendet. Wir danken der Prinzessin herzlich für ihre Unterstützung und hoffen, dass sie weiterhin daran arbeitet, die Sklaverei ein für alle Mal zu beenden."
Schatten des Vaters
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Der Abgang fällt mitten in die eskalierenden Enthüllungen rund um Andrew Mountbatten-Windsor (66) und seinen früheren Vertrauten, den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019). Millionen freigegebener E-Mails haben das Ausmaß dieser Beziehung offengelegt und den Druck auf das britische Königshaus erhöht. Andrew Mountbatten-Windsor bestreitet jegliches Fehlverhalten. Gegen Eugenie oder ihre Schwester Prinzessin Beatrice (37) richtet sich keinerlei Vorwurf - beide haben sich bisher weder zu den Epstein-Akten noch zu den Anschuldigungen gegen ihren Vater geäußert. Die Namen beider Prinzessinnen tauchen in den freigegebenen Epstein-Akten auf.
Dass ausgerechnet eine Anti-Sklaverei-Organisation nun auf Distanz zu ihr geht, ist brisant: Eugenie hatte sich jahrelang als leidenschaftliche Verfechterin gegen Menschenhandel und Ausbeutung positioniert. Am 18. Oktober 2019 - dem Anti-Sklaverei-Tag - hatte sie ihre Schirmherrschaft bei "Anti-Slavery International" öffentlichkeitswirksam verkündet.
Eigene Charity unter Druck
Eugenie ist zudem Mitgründerin von "The Anti-Slavery Collective", einer eigenen gemeinnützigen Organisation, die sie gemeinsam mit einer Freundin ins Leben gerufen hat. Wie "Mail Online" weiter meldet, steht auch dieses Engagement mittlerweile unter Beobachtung. Die britische Charity Commission erklärte, sie prüfe "Bedenken, die in den Medien über die Mittelverwendung bei 'The Anti-Slavery Collective' geäußert wurden" - um zu ermitteln, ob und inwiefern die Aufsichtsbehörde tätig werden müsse.
Die Zahlen der Organisation werfen Fragen auf: Bei jährlichen Einnahmen von rund 92.000 Pfund Sterling - darunter über 48.000 Pfund aus Spenden - wurden Ausgaben von über 301.000 Pfund verbucht. Der größte Posten entfiel dabei auf Gehälter. Die Charity Commission ließ offen, zu welchem Ergebnis ihre Prüfung führen werde.
Ausgeschlossen vom königlichen Protokoll
Die Konsequenzen reichen unterdessen über die Charity-Welt hinaus. Wie die "Mail on Sunday" berichtete, sollen Eugenie und Beatrice in diesem Jahr nicht beim Royal Ascot erscheinen dürfen - weder in der Royal Box noch bei der traditionellen Prozession. Informierte Kreise schilderten, dass beide Prinzessinnen von dieser Entscheidung überrascht wurden: "Beatrice hat es am härtesten getroffen. Sie war völlig unvorbereitet."
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