Eskalation im Nahen Osten: So steht es um Ex-König Juan Carlos

Während seine Heimat zaghafte Signale für eine Rückkehr sendet, sitzt Spaniens Altkönig Juan Carlos I. inmitten der Eskalation im Nahen Osten in seinem Exil in Abu Dhabi fest. Offenbar ist der 88-Jährige dort aber sicher.
(ncz/spot) |
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Juan Carlos I. lebt seit 2020 im Exil in Abu Dhabi.
Juan Carlos I. lebt seit 2020 im Exil in Abu Dhabi. © imago/Anadolu Agency / Stringer

Spaniens Altkönig Juan Carlos I. (88) kann die Vereinigten Arabischen Emirate derzeit offenbar nicht verlassen. Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran führt zu weitreichenden Sperrungen des Luftraums in der Golfregion. Juan Carlos lebt seit rund fünfeinhalb Jahren im Exil in Abu Dhabi.

Wie die spanische Zeitschrift "Hola!" aus dem Umfeld von Juan Carlos erfahren haben will, gilt der Ex-König von Spanien derzeit als sicher, sitzt aber de facto fest. Der 88-Jährige hält sich aufgrund von Renovierungsarbeiten an seinem Wohnsitz momentan in einem Hotel in Abu Dhabi auf. Der Flugverkehr am Drehkreuz Dubai wurde eingestellt, nachdem Israel und die USA am Wochenende Ziele in Iran angegriffen hatten und das Land mit dem Beschuss von US-Stützpunkten in Bahrain, Kuwait, Jordanien und den Emiraten reagierte.

Könnte Juan Carlos nach Spanien zurückkehren?

Erst vor einigen Tagen hatte das spanische Königshaus eigentlich eine grundsätzliche Offenheit für eine Rückkehr des Altkönigs. Der Palast teilte dem Sender RTVE mit, dass Juan Carlos seinen dauerhaften Wohnsitz wieder nach Spanien verlegen könne. Voraussetzung hierfür sei jedoch die erneute Anmeldung seines steuerlichen Wohnsitzes im Heimatland. Damit sollen Spekulationen über finanzielle Unregelmäßigkeiten und Kritik an der Monarchie vermieden werden.

Die Debatte über eine Heimkehr hat eine deutliche politische Dimension: Die konservative Opposition in Spanien fordert verstärkt die dauerhafte Rückkehr des Ex-Monarchen. Anlass sind jüngst freigegebene Regierungsdokumente zum gescheiterten Putsch vom 23. Februar 1981. Diese belegen, dass Juan Carlos entgegen früherer Spekulationen nicht an den Umsturzplänen beteiligt war. Während die Konservativen ihn als Garanten der Demokratie rehabilitieren wollen, bleibt die linksgerichtete Regierung distanzierter.

Juan Carlos dankte im Juni 2014 zugunsten seines Sohnes Felipe VI. (58) ab. Zuvor hatten Affären und Berichte über eine Elefantenjagd während der spanischen Wirtschaftskrise sein Ansehen massiv beschädigt. 2020 zog er unter politischem Druck nach Abu Dhabi. Der 88-Jährige leidet seit Jahren unter gesundheitlichen Problemen, darunter eine Lungenoperation und ein herzchirurgischer Eingriff.

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