Erneutes Sucht-Geständnis: Sophia Thiel gibt Abhängigkeit zu

"Ich war letzte Woche weg, da ich krank geworden bin." Mit diesen Worten hat sich Sophia Thiel bei ihrer Community zurückgemeldet, nachdem sie längere Zeit offline gewesen war. Sorgen um die Influencerin und ehemalige Fitness-Ikone muss man sich aber keine machen, sie war lediglich erkältet. Dennoch blickte sie bei diesem Thema kritisch auf ihre Vergangenheit zurück und sprach eine deutliche Warnung aus.
Fitness-Ikone spricht über Sucht: "Es war richtig schlimm"
Inzwischen gehe es Sophia Thiel schon wieder besser, wie sie vor wenigen Tagen in ihrer Instagram-Story berichtete. Während ihres krankheitsbedingten Ausfalls wurde sie jedoch von starkem Nasenbluten geplagt – die Folge einer Sucht, mit der die 30-Jährige früher zu kämpfen hatte. "Es lag nicht an der Erkältung oder am vielen Naseputzen – sondern am Nasenspray", machte sie in dem Clip deutlich.
Wie Sophia Thiel nun ausgeplaudert hat, litt sie 2021 an einer Nasenspray-Sucht. Es sei eine Abhängigkeit gewesen, "ohne es zu wissen". Von der suchterzeugenden Wirkung des abschwellenden Medikaments habe sie erst erfahren, als es bereits zu spät gewesen sei. "Es war damals richtig schlimm. Ihr kennt das wahrscheinlich, wenn man krank und die Nase zu ist – man kriegt kaum Luft, atmet die ganze Nacht durch den Mund und hat dann eine staubtrockene Fresse. Damit das Ganze abschwillt, nimmt man gerne mal ein Nasenspray."
Sophia Thiel hatte Angst vor "Stinkenase"
Dadurch habe sich bei ihr aber ein "Teufelskreis" entwickelt, da sie das Spray zu lange und zu oft benutzt habe. "Dabei kann es dann so sein, dass man Wunden in der Nase hat", erklärte Sophia Thiel weiter und sprach sogar von einer "Stinkenase". "Die Schleimhaut wird so beschädigt, dass sich dann stinkende Wunden bilden, was der Betroffene auch riecht." Von dieser Information war für die Influencerin derart traumatisiert, dass sie seither sehr vorsichtig im Umgang mit Nasenspray geworden ist.
So entsteht eine Sucht nach Nasenspray
Eine Abhängigkeit von Nasenspray kann schneller passieren, als viele Betroffene wissen. HNO-Ärzte warnen vor übermäßigem Einsatz. Aber wie kann eine derartige Sucht entstehen? Wie die "Apotheken Umschau" berichtet, gewöhnen sich die Schleimhäute in der Nase schnell an Wirkstoffe wie Xylometazolin oder Oxymetazolin. Dadurch brauche man mehr Sprühstöße in geringer werdenden Zeitabständen, was die Nase letztendlich schädigt.
Wenn es geht, versucht Sophia Thiel auf den Einsatz des Medikaments zu verzichten – doch in gewissen Situationen komme sie nicht drumherum. Das hat zur Folge, dass die 30-Jährige öfter starkes Nasenbluten bekommt. Da sie bereits früher daran litt, hatte sie sich zu einem radikalen Schritt entschieden: Die Nase wurde innen verödet. "Das war sehr schmerzhaft. Ich möchte das weder noch einmal durchmachen, noch eine Stinkenase bekommen."

Für Sophia Thiel war es nicht das erste Mal, dass sie an einer Sucht litt. Als sie noch ausschließlich als Fitness-Influencerin tätig war, entwickelte sie eine Bulimie (Störung des Essverhaltens, die oft in einer Ess-Brech-Sucht mündet). 2022 sagte sie darüber in einem Youtube-Video: "Das, was ich früher gemacht habe, war schon immer extrem." Heute ist sie auf gesünderen Pfaden unterwegs und hat auch ihre Nasenspray-Sucht überwunden.