Erleichterung in Norwegen: Mette-Marit hat das Krankenhaus verlassen

Kronprinzessin Mette-Marit ist nach ihrer Lungentransplantation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nun beginnt eine mehrmonatige Rehabilitation. Kronprinz Haakon zeigt sich erleichtert.
(ae/spot) |
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Am 17. Mai hatte sich Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag mit Sauerstoffgerät gezeigt.
Am 17. Mai hatte sich Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag mit Sauerstoffgerät gezeigt. © imago/PPE

Norwegen hat weiter Grund zur Freude. Nach dem begeisterten Empfang der Fußball-Nationalmannschaft, die bei der WM erstmals das Viertelfinale erreicht hatte, folgte am Dienstag die nächste gute Nachricht. Das Königshaus teilte am Vormittag mit: "Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mette-Marit wurde nach ihrer Lungentransplantation aus dem Nationalkrankenhaus entlassen."

"Mit Fibrose zu leben, ist nichts für schwache Nerven"

"Ich bin zutiefst dankbar", wird die Kronprinzessin in der Pressemitteilung zitiert. Ihr besonderer Dank gelte allen Menschen, die sich für eine Organspende entschieden hätten. "Diese Entscheidung hat mir das Leben geschenkt. Worte reichen nicht aus, um auszudrücken, wie dankbar und demütig ich dafür bin."

Zugleich dankte Mette-Marit allen, die sie auf ihrem langen Weg begleitet hätten. Dazu zählte sie ihre Familie ebenso wie Ärzte, Chirurgen, Pflegekräfte, Physiotherapeuten und weitere Beschäftigte im Gesundheitswesen. Sie alle leisteten täglich einen unersetzlichen Beitrag zum norwegischen Gesundheitssystem.

Zudem schickte die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) einen "besonderen Gruß an meine Fibrose-Freunde": "Ihr seid in einer der schwierigsten Phasen meines Lebens einfach großartig gewesen. Mit Fibrose zu leben, ist nichts für schwache Nerven, und ich denke jeden Tag daran, wie stark ihr seid." Sie sei sehr dankbar für die Unterstützung, die sie während ihrer Krankheit von so vielen Menschen in ganz Norwegen erfahren habe. Diese habe ihr Kraft gegeben, als sie sie am meisten gebraucht habe.

Haakon zeigt sich erleichtert

Auch der Kronprinz kommt in dem offiziellen Statement zu Wort: "Es ist eine große Erleichterung, die Kronprinzessin wieder zu Hause zu haben. Wir freuen uns alle sehr, dass die erste Phase so gut verlaufen ist. Wir sind auch unglaublich beeindruckt vom Universitätsklinikum Oslo. Obwohl wir wissen, dass ein langer Genesungsweg vor uns liegt und Komplikationen auftreten können, ist es ein sehr gutes Gefühl, so weit gekommen zu sein."

Kronprinzessin Mette-Marit hatte sich im Juni einer Lungentransplantation unterzogen, nachdem sich ihre chronische Lungenfibrose in den Monaten zuvor deutlich verschlechtert hatte. Am 5. Juli veröffentlichte der Hof erstmals ein Bild der 52-Jährigen nach dem Eingriff. Darauf verfolgte sie gemeinsam mit Kronprinz Haakon auf einem Sofa im Schloss in Oslo das WM-Spiel der norwegischen Nationalmannschaft gegen Brasilien. Zugleich teilte der Hof mit, dass Mette-Marit weiterhin im Krankenhaus behandelt werde.

Vorerst keine Termine für Mette-Marit

Der Gesundheitszustand der Kronprinzessin sei den Umständen entsprechend gut, erklärte nun Are Holm, der Leiter der Lungenabteilung des Rikshospitalet. Er schilderte auch, wie es für die 52-Jährige weitergehen wird: "In den nächsten sechs Monaten wird die Kronprinzessin ein Training absolvieren und engmaschig betreut werden, um mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen und Infektionen frühzeitig zu erkennen. Bei einem guten Verlauf dauert es oft etwa ein Jahr, bis sich der Zustand stabilisiert."

Während der Rehabilitationszeit wird Mette-Marit keine offiziellen Aufgaben übernehmen, wie der Palast weiter mitteilte. Kronprinz Haakon will seine Termine grundsätzlich weiterhin wahrnehmen, seine Planung jedoch an den Zustand seiner Frau anpassen. Er werde entsprechende Vorkehrungen treffen, um bei ihr sein zu können.

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