Epstein-Akten: Premier Starmer fordert Andrew zur Aussage auf

Der britische Premierminister Keir Starmer (63) hat Andrew Mountbatten-Windsor (65) aufgefordert, im Rahmen der Epstein-Ermittlungen vor dem US-Kongress auszusagen. Die Opfer des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953-2019) müssten "erste Priorität" haben, erklärte Starmer laut "Daily Mail" während seines Besuchs in Japan.
"Jeder, der Informationen hat, sollte bereit sein, diese Informationen in jeglicher Form zu teilen, in der er darum gebeten wird", sagte der Premier. Ob Andrew sich entschuldigen solle, sei dessen eigene Entscheidung. Doch wer einen opferzentrierten Ansatz verfolgen wolle, müsse auch bereit sein, auszusagen.
Neue belastende Aussagen sowie Einladungen in den Buckingham-Palast
Die Forderung kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: Das US-Justizministerium hat am Freitag mehr als drei Millionen Dokumente aus den Epstein-Akten freigegeben. Darunter befinden sich auch verstörende Fotos, die den 65-Jährigen zeigen sollen. Außerdem sind brisante Aussagen einer Frau, die dem FBI im Juli 2020 vorgelegt wurden, in den Akten zu finden.
Laut den Akten schickte Andrew noch 2011 und 2012 Weihnachtskarten mit Fotos seiner Töchter, Prinzessin Beatrice (37) und Prinzessin Eugenie (35), an Epstein. Die E-Mails wurden demnach von seinem offiziellen Account "HRH The Duke of York" verschickt - Jahre nach Epsteins Verurteilung 2008 wegen der Vermittlung einer Minderjährigen zur Prostitution.
Andrew hat stets alle Vorwürfe gegen ihn bestritten.
Schwere Zeiten für Beatrice und Eugenie
Die Royal-Expertin Jennie Bond bezeichnete die Enthüllungen als "schwere Zeiten" für die Schwestern Beatrice und Eugenie, die nun unverschuldet in den Skandal ihrer Eltern hineingezogen werden. Ihre Eltern, der ehemalige Prinz Andrew und Sarah Ferguson (66), wurde mittlerweile von zahlreichen Privilegien und Titeln entbunden und mussten ihr 30-Zimmer-Anwesen Royal Lodge in Windsor räumen.