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Endlich gute Nachrichten für Ralph Siegel: Was die Ärzte jetzt beratschlagen

Lungenentzündung, 18 Tage im künstlichen Koma und große Schmerzen: Ralph Siegel (80) kämpft sich ganz langsam zurück ins Leben. Jetzt steht die Entlassung des Musikproduzenten aus dem Krankenhaus bevor. Siegel spricht exklusiv mit der AZ über seinen aktuellen Gesundheitszustand. "Ich will einfach nur schnellstmöglich raus."
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Ralph Siegel mit seiner vierten Ehefrau Laura. Die beiden sind seit 2015 ein Paar und gaben sich drei Jahre später das Jawort.
Ralph Siegel mit seiner vierten Ehefrau Laura. Die beiden sind seit 2015 ein Paar und gaben sich drei Jahre später das Jawort. © BrauerPhotos

Ralph Siegel hat einen langen und schweren Kampf hinter sich. Der 80-jährige Musikproduzent war mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden und lag anschließend 18 Tage im künstlichen Koma. Nun gibt es gute Nachrichten: Siegel soll das Krankenhaus Neuwittelsbach voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag verlassen können.

Ralph Siegel hat bereits vier Krebserkrankungen überstanden

Behandelt wird Ralph Siegel dort von Prof. Dr. Michael Weis. Der Hit-Komponist vertraut dem Mediziner seit vielen Jahren. "Er steuert mich seit 20 Jahren. Ohne ihn wäre ich nicht mehr am Leben", sagt Siegel der AZ am Telefon. Die aktuelle Erkrankung ist nicht der erste schwere gesundheitliche Rückschlag in Siegels Leben. Der Komponist war bereits viermal an Krebs erkrankt und leidet an einer Nervenkrankheit. Jetzt kämpft er sich nach der schweren Lungenentzündung und dem künstlichen Koma zurück.

Ganz überstanden ist die schwierige Zeit allerdings noch lange nicht. "Niemandem geht es gut, wenn er schwer krank ist. Ich habe irrsinnige Schmerzen in der Hüfte und den Beinen", berichtet Siegel der AZ. Besonders seine bereits bestehende Nervenerkrankung macht ihm zu schaffen: "Die Polyneuropathie hat sich durch das Koma noch einmal verstärkt. Ich könnte wegen der Schmerzen wirklich verrückt werden."

Ralph Siegel wird aus Klinik entlassen: "Könnte wegen der Schmerzen verrückt werden"

Trotz der Beschwerden hofft Siegel darauf, schon bald nach Hause zu können. "Die Ärzte beratschlagen, ob ich am Donnerstag oder am Freitag entlassen werden kann. Ich will einfach nur schnellstmöglich raus und würde mich daheim schneller erholen können." Wahrscheinlich wird sich an den Krankenhausaufenthalt zunächst noch eine Reha anschließen. "Im Jägerwinkel am Tegernsee war ich schon einmal."

Ralph Siegel: "Der Gedanke an meine geliebte Laura hält mich am Leben"

Seinen Lebensmut hat Siegel trotz der schweren vergangenen Wochen nicht verloren. Im Gegenteil: Seine Familie und seine Arbeit geben ihm Kraft. "Der Gedanke an meine geliebte Laura, die Familie und meine Arbeit hält mich am Leben", sagt er tapfer.

Auch beruflich schmiedet der Komponist bereits neue Pläne. Im Oktober feiert sein Musical "Zeppelin" im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen Premiere. "Dort gibt es die größte Bühne Europas", sagt Siegel voller Vorfreude.

Und auch der Eurovision Song Contest beschäftigt ihn bereits wieder. "Mein neuer ESC-Song fiel mir im Koma ein und ist seitdem in meinem Kopf." Ralph Siegels Ziel ist klar: "Ich will nach zehn Jahren endlich wieder zum deutschen ESC-Vorentscheid. Daran arbeite ich jeden Tag." Siegel plant die Song-Einreichung beim SWR.

"Laura dachte an mehreren Tagen, dass ich sterben könnte"

Emotional wird Siegel, wenn er über seine Ehefrau Laura (43) spricht. Seit 2018 sind die beiden verheiratet. Für Laura sei die Zeit, in der er im künstlichen Koma lag, besonders belastend gewesen. "Es ist unvorstellbar, was Laura während meiner Zeit im Koma durchmachen musste. Für Außenstehende ist es ja noch viel schlimmer als für einen selbst. Laura dachte an mehreren Tagen, dass ich sterben könnte."

Versöhnung am Koma-Bett: "Der Streit war vergessen"

Auch das Erwachen aus dem künstlichen Koma ist Siegel in besonderer Erinnerung geblieben. "Der schlimmste Moment war, als ich aus dem Koma aufgewacht bin und meine gesamte Familie am Bett stand. All meine Töchter, sogar die Zankliesen, waren gekommen. Der Streit war vergessen." Der Anblick seiner Familie löste bei ihm zunächst einen schrecklichen Gedanken aus: "Für mich schien es so, als würden sie sich von mir verabschieden wollen. Das war ein absoluter Albtraum."

Nun blickt Ralph Siegel wieder nach vorne. Nach der Entlassung stehen eine Reha, die Premiere seines Musicals und die Arbeit an seinem neuen ESC-Song an. Die Musiklegende hat noch viel vor. So sagt er es am Ende des Telefonats.

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