Emmy-Doppelsieg: Matthew Rhys stellt Rekord auf
Matthew Rhys (51) hat bei der Emmy-Verleihung 2026 in Los Angeles zwei Hauptdarstellerpreise an einem Abend gewonnen. Der 51-Jährige setzte sich am Montag in beiden Kategorien durch, in denen er nominiert war.
Ausgezeichnet wurde er als bester Hauptdarsteller in einer Comedyserie für seine Rolle als Bürgermeister Tom Loftis in "Widow's Bay" sowie als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie, einer Anthologie-Serie oder einem Fernsehfilm für die Figur Nile Jarvis in "The Beast in Me".
Erster Mann mit Sieg in zwei Hauptdarstellerkategorien
Seinen zweiten Sieg hatte Rhys bereits eingetütet, bevor die Hälfte der Zeremonie im Peacock Theater vorüber war. Damit wurde er als erster Mann verkündet, der zwei Hauptdarstellerkategorien im selben Jahr für sich entscheidet.
Die Kollegen im Saal erhoben sich. Rhys bedankte sich bei Besetzung und Crew von "Widow's Bay" und richtete dann das Wort an seine Familie.
"Meine Eltern haben mich natürlich schon sehr früh ins Rampenlicht gerückt", sagte er. "Meiner Schwester danke ich für all die weisen Worte und das geduldige Zuhören. Und schließlich möchte ich den großartigen Menschen in Wales danken, die mich genauso gefördert haben wie alle anderen. Wir sind eine kleine, aber starke Nation."
Ein Versäumnis von 2018 nachgeholt
In der Miniserien-Kategorie lagen Riz Ahmed ("Bait"), Jason Bateman ("Black Rabbit"), Charlie Hunnam ("Monster: The Ed Gein Story") und Oscar Isaac ("Beef") hinter ihm. Bei den Comedy-Hauptdarstellern verwies er Yahya Abdul-Mateen II ("Wonder Man"), Steve Carell ("Rooster"), Jason Segel ("Shrinking") und Martin Short ("Only Murders in the Building") auf die Plätze.
Rhys hält nun drei Emmys, bei acht Nominierungen im Laufe seiner Karriere. Den ersten Preis gewann er 2018 als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie für "The Americans".
Eine Rede hatte er im Vorfeld nicht vorbereitet, wie er "People" in einem Interview einige Wochen vor der Gala sagte. Ein Punkt stand für ihn aber fest: Bei seinem ersten Emmy habe er einige Menschen zu erwähnen vergessen, das wolle er diesmal wiedergutmachen. Über die beiden Nominierungen sagte er damals, so etwas erträume man sich, und wenn es dann eintrete, könne man es kaum glauben.
Die Gewinner im Überblick
Vergeben wurden im Peacock Theater in Los Angeles 19 Kategorien, darunter die beste Drama- und die beste Comedyserie. Die Creative Arts Awards waren bereits am Wochenende zuvor an zwei Abenden verliehen worden. Das Nominierungsfeld hatte "The Pitt" mit 25 Nennungen angeführt, vor "Hacks" (24), "Widow's Bay" (19), "Pluribus" (18) und "Beef" (16).
"The Pitt" wurde als beste Dramaserie ausgezeichnet, während "Widow's Bay" den Preis für die beste Comedyserie erhielt. Als beste Miniserie oder Anthologieserie setzte sich "DTF St. Louis" durch. In der Varieté-Kategorie gewann "The Late Show With Stephen Colbert", und bei den Reality-Wettbewerbsshows ging die Trophäe erneut an "The Traitors".
Bei den Dramaserien wurde Rhea Seehorn für "Pluribus" als beste Hauptdarstellerin geehrt, den Preis für den besten Hauptdarsteller erhielt Noah Wyle für "The Pitt". Allison Janney gewann für "The Diplomat" als beste Nebendarstellerin, Tom Pelphrey für "Task" als bester Nebendarsteller.
Im Comedy-Fach holte Jean Smart für "Hacks" den Preis als beste Hauptdarstellerin, den besten Hauptdarsteller stellte "Widow's Bay" mit Matthew Rhys. Auch die beiden Nebenrollen-Preise gingen an diese Serie, an Kate O'Flynn und Stephen Root.
Bei den Miniserien wurde Sally Field für "Remarkably Bright Creatures" als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Der Preis für den besten Hauptdarsteller ging an Rhys für "The Beast in Me".
Die Drehbuchpreise teilten sich Katie Dippold für "Widow's Bay" und Vince Gilligan für "Pluribus". Für die beste Regie wurden Hiro Murai ("Widow's Bay") und Saul Metzstein ("Slow Horses") geehrt.
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