Elton Johns Ehemann erhebt schwere Vorwürfe gegen die "Daily Mail"

Sir Elton John und sein Ehemann David Furnish verklagen den Verlag der "Daily Mail" wegen Verletzung ihrer Privatsphäre. Vor dem Londoner High Court schilderte Furnish nun, wie sehr das Paar unter der Überwachung gelitten hat.
(lau/spot) |
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Elton John und David Furnish.
Elton John und David Furnish. © imago images/ABACAPRESS / Castel Franck/ABACA

Sir Elton John (78) und sein Ehemann David Furnish (63) gehen juristisch gegen den Herausgeber der britischen "Daily Mail" vor. Die Vorwürfe, die dabei vor dem Londoner High Court ans Licht kommen, haben es in sich. In einer vor Gericht verlesenen Zeugenaussage erklärte Furnish laut "BBC", er und sein Partner seien "zutiefst betroffen" davon, nicht zu wissen, wie oft sie tatsächlich Ziel illegaler Informationsbeschaffung gewesen seien.

Das Ehepaar gehört zu einer Gruppe von insgesamt sieben Klägern, darunter auch Prinz Harry (41) und Schauspielerin Elizabeth Hurley (60). Sie alle verklagen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL), der neben der "Daily Mail" auch die "Mail on Sunday" herausgibt, wegen schwerwiegender Verletzungen ihrer Privatsphäre. ANL weist sämtliche Vorwürfe zurück.

Geburtsurkunde vor den Eltern veröffentlicht

Im konkreten Fall von Elton John und Furnish geht es um zehn Artikel, die zwischen 2002 und 2015 erschienen sind und die nach Überzeugung des Paares auf unrechtmäßig beschaffte Informationen zurückgehen. Besonders ein Vorfall aus dem Dezember 2010 traf die beiden hart. Die "Daily Mail" veröffentlichte damals die Geburtsurkunde ihres Sohnes, bevor die frischgebackenen Eltern das Dokument selbst in den Händen hielten.

"Die Welt hatte keine Ahnung, dass wir ein Baby bekommen", erklärte Furnish in seiner Aussage. Die Vorbereitungen auf die Geburt seien "wie eine militärische Operation" geführt worden. Dass die Zeitung vor den Eltern an die Urkunde gelangt sei, nannte er "ungeheuerlich, übergriffig und verletzend". Es habe bei ihnen die bange Frage ausgelöst: "Wenn sie das bekommen können, was können sie dann noch alles bekommen?"

Notfall-Krankentransport in der Zeitung

Ein weiterer Artikel aus dem August 2015 nahm Bezug auf einen Krankentransport von Elton John. Furnish sagte vor Gericht, die Fahrt sei "vollkommen privat" gewesen und "nichts davon wurde öffentlich gemacht". Er habe zudem "noch nie jemanden in solchen Schmerzen erlebt" wie seinen Mann damals. Als die "Daily Mail" dann über den privaten Vorfall berichtete, nahm das Paar an, jemand aus dem Rettungswagen oder dem Krankenhaus sei indiskret gewesen.

"Elton und ich sind zutiefst betroffen von der Ungewissheit, nicht zu wissen, wie oft wir ins Visier genommen wurden - besonders in Bezug auf Eltons medizinische Probleme", so Furnish weiter. Er fügte hinzu: "Wir wissen bis heute nicht, was uns wirklich angetan wurde."

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