Einer geht noch - oder doch nicht?

In "One for the Road" bekämpfen Mark (Frederick Lau) und Helena (Nora Tschirner) ihren allzu sorglosen Umgang mit Alkohol und die daraus resultierenden bitteren Folgen ... SAT.1 zeigt die Tragikomödie nun als Free-TV-Premiere.
von  Jasmin Herzog
Einer geht noch ..? Mark (Frederick Lau) trinkt gerne mal einen. Und ab und zu auch mal einen zu viel. Deshalb verliert er in "One for the Road" auch seinen Führerschein.
Einer geht noch ..? Mark (Frederick Lau) trinkt gerne mal einen. Und ab und zu auch mal einen zu viel. Deshalb verliert er in "One for the Road" auch seinen Führerschein. © SAT.1/2023 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

"Guten Abend, die Polizei. Haben Sie Alkohol getrunken, Herr Jung?" Herr Jung (Frederick Lau) schüttelt den Kopf. Aber doch, er hat Alkohol getrunken, eine Menge sogar. Und jetzt hat die Polizei ihn am Steuer seines Wagens erwischt. Er habe nur kurz umparken wollen, stammelt er, rotzevoll. Hilft nichts: Der Schein ist weg, Herr Jung muss zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Der Albtraum eines jeden Autofahrers, mit einigem Humor und prominenter Besetzung erzählt im Spielfilm "One for the Road", den SAT.1 knapp drei Jahre nach dem Kinostart nun erstmals im Free-TV zeigt.

Mark Jung ist ein Typ, wie es mutmaßlich viele gibt in Deutschland. Er arbeitet viel und trinkt zwischendurch gerne mal einen. Ab und zu trinkt er vielleicht auch mal einen zu viel. Bisher gab es damit nie Probleme. Aber ohne Fahrerlaubnis steht er plötzlich vor einem Scherbenhaufen.

Der gesellschaftliche Umgang mit Alkohol im Blick

Mark fügt sich nur murrend und zähneknirschend in sein Schicksal. Mit seinem Kumpel Nadim (Burak Yiğit) wettet er: "Ich trinke keinen Schluck Alkohol, bis ich meinen Führerschein wieder habe." Bei der MPU lernt er Helena (Nora Tschirner) kennen, die noch weniger Lust auf das alles hat als Mark und sicher ist: Länger als einen Monat wird er es nicht aushalten, ohne durchzudrehen.

Schön brav dem MPU-Fahrplan folgen, um schnellstmöglich wieder an seinen Führerschein zu kommen: Mark tut in "One for the Road" einiges dafür, dieses Ziel zu erreichen. Aber in dieser tragikomischen Geschichte von Oliver Ziegenbalg (Drehbuch) und Markus Goller (Regie), dem Team, dem vor einigen Jahren schon mit "25 km/h" (2018) ein großer Kinoerfolg gelang, geht es letztlich um viel mehr. Um größere, grundsätzliche Probleme, die Mark mit sich selbst hat. Um Freundschaft. Um Vereinsamung. Und natürlich auch um den allgemeinen Umgang der Gesellschaft mit dem Thema Alkohol. Von der deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) wurde "One for the Road" mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet.

One for the Road - So. 09.08. - SAT.1: 20.15 Uhr

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