"Eine bodenlose Frechheit": Boris Becker wettert gegen Zverev-Kritiker

Hat Alexander Zverev bei seinen jüngsten Grand-Slam-Siegen in Paris und New York vom Verletzungspech seiner ärgsten Widersacher profitiert? Gegen diese Sichtweise redete sich Boris Becker in seinem Podcast in Rage.
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Boris Becker (rechts) nahm Alexander Zverev gegen Kritiker in Schutz.
Boris Becker (rechts) nahm Alexander Zverev gegen Kritiker in Schutz. © Getty Images (Collage)

Mit seinem Triumph bei den US Open hat sich Alexander "Sascha" Zverev spät in der Karriere den zweiten Grand-Slam-Titel gesichert - und das in Folge. Der Hamburger Tennis-Star ist endlich da, wo er immer sein wollte - und dennoch bleibt er bei manchen Beobachtern umstritten.

Das ist auch Boris Becker aufgefallen, der sich angesichts vereinzelter Kritiker in seinem Podcast "Becker Petkovic" in Rage redete. Die Behauptung, Zverev habe nur aufgrund der Verletzungen seiner größten Konkurrenten gewinnen können und habe überdies von einer vorteilhaften Auslosung profitiert, empfindet Becker als "eine bodenlose Frechheit und eine unglaubliche Respektlosigkeit gegenüber seiner Leistung".

"Er kann immer nur den Gegner schlagen, gegen den er auf dem Platz antreten muss"

Zverev könne nichts dafür, dass sowohl Jannik Sinner, der nicht bei den US Open antreten konnte, als auch der früh gescheiterte Carlos Alcaraz lange verletzt waren oder sind: "Er kann immer nur den Gegner schlagen, gegen den er auf dem Platz antreten muss." Dass die gesetzten Spieler in Zverevs Hälfte des Turnierbaums in New York früh verloren, sei ihm ebenfalls nicht anzulasten.

Wäre der aktuelle Weltranglistenzweite eine "Eintagsfliege", könne er die Einwände noch nachvollziehen, sagte die Wimbledon-Legende im Gespräch mit Podcast-Partnerin Andrea Petković (39). Doch Zverev habe nun zum dritten Mal in Folge im Finale eines Grand-Slam-Turniers gestanden und hätte bei seiner unglücklichen Halbfinal-Niederlage in Australien das Endspiel eigentlich erreichen müssen. Dafür müsse man ihm "auch mal im Herbst seiner Karriere den Respekt zollen, den er verdient".

Bei dieser Betrachtungsweise habe er keine deutsche Brille auf, versicherte der 58-jährige Ex-Weltklassespieler: "Als Sportler und als Tennisspieler muss man den Spielern Respekt zollen, die einfach ihre Leistung bringen, und deswegen freut es mich sehr, dass Sascha gewonnen hat."

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