Ein noch immer tabuisiertes Phänomen

Die Beschwerden der Frauen in den Wechseljahren reichen von Hitzewallungen bis zur Depression. Obwohl das Leistungsvermögen und Wohlbefinden behindert, wird das Phänomen noch immer nicht ernst genommen.
Hans Czerny |
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Sabine Heinrich möchte wissen, warum Frauen in den Wechseljahren so oft unsichtbar bleiben - im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell.
WDR / Annika Graeff / Antonia Coenen 2 Sabine Heinrich möchte wissen, warum Frauen in den Wechseljahren so oft unsichtbar bleiben - im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell.
Moderatorin Sabine Heinrich macht unter anderem im WDR-Magazin "Frau tv" Frauen Mut, "ihren ganz eigenen Lebensplan zu entwickeln". Leider wird das Magazin am 19.11.2026 eingestellt.
WDR / Annika Fußwinkel 2 Moderatorin Sabine Heinrich macht unter anderem im WDR-Magazin "Frau tv" Frauen Mut, "ihren ganz eigenen Lebensplan zu entwickeln". Leider wird das Magazin am 19.11.2026 eingestellt.

Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit und daraus folgende Unlust im Alltag und am Arbeitsplatz: Das alles können im Gefolge von Stress und weiteren Belastungen Folgen der Menopause bei Frauen sein. Noch immer wird dieses medizinische Phänomen bei uns zu wenig beachtet, wie nun auch die Dokumentation "ARD Story: Die Wechseljahre - Zu heiß für Deutschland?" verdeutlicht. Meist setzen die sogenannten Wechseljahre in den Vierziger- oder Fünfzigerjahren ein, manchmal aber auch schon früher. Bei manchen Frauen führt es zu Müdigkeit und Unlust bis hin zur Depression, andere geben zumindest vor, von alldem nichts zu verspüren. - Die ARD-Story über die Wechseljahre der Frauen erkundet nun mithilfe der Moderatorin Sabine Heinrich (49), warum die Menopause bei uns noch immer tabuisiert wird, warum nur ungern darüber gesprochen wird.

Heinrich fragt: "Warum bleiben die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase so oft unsichtbar - im Job, in der Medizin und in der Gesellschaft generell?" Obwohl zwei Drittel der Betroffenen starke Beschwerden hätten, fehle es vielerorts an Aufklärung, passender medizinischer Versorgung und echter Anerkennung.

Der Titelzusatz: "Zu heiß für Deutschland?" bezieht sich vor allem auf den Vergleich mit dem viel fortschrittlicheren Großbritannien, wo bereits seit mehr als einem Jahrzehnt für die psychische und medizinische Betreuung der Betroffenen gesorgt wird - nicht zuletzt wurde die volkswirtschaftliche Bedeutung des Phänomens erkannt. Betriebe und Behörden tabuisieren daher das Thema nicht länger, ein Gesetz verpflichtet Arbeitgeber sogar dazu, Frauen bei Beschwerden in den Wechseljahren zu unterstützen.

ARD Story: Die Wechseljahre - Zu heiß für Deutschland? - Mo. 12.10. - ARD: 22.50 Uhr

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