Eberhofer-Star Eisi Gulp: "Ich lebe in einer verdammt guten Beziehung"
"Ich bin jetzt gar nicht so der esoterische Typ – mein Kraftfeld setzt sich eher aus mehreren Faktoren zusammen", sagt Schauspieler Eisi Gulp (70) im exklusiven AZ-Gespräch.
Er zählt auf, was seine zähe "Gulpkraft" ausmacht: "Die innere Einstellung mit dem Glauben an sich selbst, eine extrem gesunde Ernährung mit viel Ingwer und Roter Bete, ausreichend Schlaf, in einem abgedunkelten Raum bei geöffnetem Fenster, ein individuell zusammengestelltes Fitnessprogramm und vor allem Krafttraining für die Beine."
Letzteres sei nicht zu unterschätzen. "Viele in meinem Alter kommen schon recht bucklig und übergewichtig dahergehatscht – dem versuche ich, entgegenzuwirken, ein aufrechter Gang wirkt zugleich jugendlich", beschreibt es der TV- und Kinostar, der im Chiemgau in einem eigenhändig umgebauten Bauernhaus lebt.
"Ich lebe in einer verdammt guten Beziehung"
Ganz wichtig: "Ein vernünftiges soziales Umfeld! Meine junge Frau scheint die erste in meinem Leben zu sein, die meinen Beruf tatsächlich ernst nimmt, damit umzugehen weiß und damit gut klarkommt." Eisi Gulp hat die Kenianerin Doris vor drei Jahren standesamtlich geheiratet. Klammheimlich.

"Ich lebe in einer verdammt guten Beziehung", sagt er. Derzeit müsse Doris einen Integrationskurs absolvieren, insgesamt 700 Unterrichtsstunden und nochmals Praxis- und Theorieunterricht nehmen, da ihr Führerschein aus Kenia nur sechs Monate lang hier gültig sei. Darüber hinaus lerne sie Bairisch.
Diese Verbindung hat der Kinostar zu Kenia
Vor über 40 Jahren hat er sich in Kenia ein Haus gekauft, "meine zweite Heimat, dort schreibe ich meine Bühnen-Programme und überwintere immer von Dezember bis Mitte Februar dort, engagiere mich auch da sozial, habe ein Schulprojekt entwickelt und ein Waisenhaus aufgebaut".

40 bis 45 Drehtage pro Jahr im Filmdorf Lansing, fast jedes Jahr ein neuer Eberhofer-Krimi, dazu Gastrollen wie in "Die Rosenheim-Cops", Dreharbeiten zum Kinofilm "Pumuckl und das große Fest" und demnächst eine Produktion mit Simon Verhoeven. Plus zwei Comedy-Solo-Programme: "Tagebuch eines Komikers I" und "Tagebuch eines Komikers II – Sturm- und Drangzeit" (16. November in der Komödie im Bayerischen Hof). "In letzter Zeit habe ich mich fast ein bisserl übernommen, habe es aber dank meiner guten Konstitution gut überstanden."
Was er sich für seine Rolle beim Eberhofer wünscht
Er erzählt weiter: Regisseur Ed Herzog lasse ihn in jeder "Eberhofer-Folge" eine Szene improvisieren, "da darf der Papa einmal richtig ausflippen, das mache ich ganz spontan".

Allerdings würde er sich wünschen, dass seine Figur und auch die vom Ignaz Flötzinger (Daniel Christensen) künftig wieder ein bisserl spannender werden: "Wir sind inzwischen schon leicht ins Hintertreffen geraten".
Wann immer es seine Zeit erlaubt, sitzt der Vater zweier Söhne in seiner Gartenlounge und erfreut sich an der von Illusionskünstler Pit Zaepernick frisch bemalten Wand. "In Afrika habe ich ein paar Kraftorte, in meiner Heimat ist dieser Platz mein Elixier."
