Dschungel-Zoff um Gil Ofarim: Jetzt spricht der Anwalt des Hotelmitarbeiters

Mit Spannung wurde der Auftritt von Gil Ofarim im Dschungelcamp 2026 erwartet. Die große Frage im Raum: Spricht er über den Davidstern-Skandal oder nicht? Nach einer Woche ist klar: Der gefallene Sänger will keine Details zu dem Vorfall nennen. Sein Mantra, das er ständig wiederholt: "Ich darf nicht." Aber was genau darf Gil Ofarim zur besten Sendezeit im deutschen TV nicht sagen? Nachdem sich sein Anwalt mit einem Statement zu Wort gemeldet und eine Verschwiegenheitserklärung bestätigt hat, hat auch der Anwalt des Hotelmitarbeiters ein Statement abgegeben – und darin wird ein ganz anderer Ton angeschlagen.
Verschwiegenheit im Dschungelcamp: Gil Ofarim will nichts sagen
Vor Gericht hatte Gil Ofarim im November 2023 eingestanden, seine Vorwürfe gegen den Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erfunden zu haben. Der Sänger behauptete, aufgrund seines sichtbaren Davidstern-Anhängers abwertend behandelt worden zu sein. Im Dschungelcamp 2026 wagt er nun einen Neustart – jedoch ohne sich kritisch mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Auf Nachfrage seiner Mitstreiter behauptet der 43-Jährige immer wieder, er dürfe sich dazu nicht äußern, denn es gäbe eine Verschwiegenheitserklärung. Auch auf die Frage, ob er Reue verspüre, lautete die Antwort, er könne und müsse dazu nichts sagen. Dennoch lässt er durchblicken, dass hinter der Geschichte viel mehr stecke, als die Öffentlichkeit wisse. Immer wieder suggeriert er, die Schuld eingestanden zu haben, um seine Kinder zu schützen – nicht, um die Wahrheit zu sagen.

Anwalt von Ofarim: "Verpflichtung zum Schweigen"
Gil Ofarims Anwalt Alexander Stevens erklärt in einem öffentlichen Statement: "Es ist richtig, dass die Verfahrensbeteiligten sich seinerzeit auf eine Verpflichtung zum Schweigen verständigt haben." Dabei verteidigt er seinen ehemaligen Mandanten und wirft den Kritikern "Bigotterie" vor.
Doch darf Gil Ofarim tatsächlich kein Wort über den Fall verlieren? Der Anwalt des Opfers schlägt dabei ganz andere Töne an.
Anwalt von Hotelmitarbeiter: "Eine Verschwiegenheitsverpflichtung ist nicht bekannt"
In einer Mitteilung hat sich Daniel Baumgärtner, der den Hotelangestellten vor Gericht vertreten hatte, ebenfalls geäußert. Der Anwalt bestätigt ebenfalls, dass es eine vereinbarte Unterlassungserklärung gibt – aber anders, als viele vermuten: "Darin verpflichtet sich Gil Ofarim gegenüber unserem Mandanten, bestimmte Handlungen und Aussagen strafbewehrt zu unterlassen. Die Handlungen und Aussagen betreffen die dem Strafverfahren vor dem Landgericht Leipzig zugrundegelegenen Vorwürfe."
Eine darüber hinaus bestehende Verschwiegenheitserklärung zwischen den Parteien sei allerdings nicht getroffen worden. "Wie bereits im Prozess mitgeteilt wurde, hat unser Mandant die durch Herrn Ofarim in der Verhandlung vor dem Landgericht Leipzig geäußerte Entschuldigung akzeptiert", teilt Daniel Baumgärtner weiter mit. "Neben dem Geständnis und der Entschuldigung sowie der vereinbarten Unterlassungserklärung wurden damit sämtliche Zweifel an dem Sachverhalt beseitigt. Eine darüberhinausgehende Verschwiegenheitsverpflichtung ist nicht bekannt." Das bedeutet: Gil Ofarim darf seine Vorwürfe gegenüber dem Hotelangestellten nicht wiederholen – er könnte aber sehr wohl über Dinge wie Reue und Verantwortung sprechen.
Dass der Sänger sich in dem von ihm verursachten und erfundenen Skandal in Schweigen hüllt, ist demnach seine persönliche Entscheidung. Ob er mit dieser Strategie wirklich einen Neuanfang schafft und die Gunst der Zuschauer gewinnen kann, ist fraglich. Im Voting der AZ-Leser zumindest landet Gil Ofarim knapp hinter Hardy Krüger jr. auf dem sechsten Platz. Die Dschungelkrone könnte er damit wahrscheinlich nicht gewinnen.