Dreiteilige ZDF-Doku: Leben und Tod an den Küsten der Meere

Ozeane trennen und verbinden Kontinente zugleich, Sie trotzen den Menschen, die sie befahren, mit Stürmen und schenken Leben. Die dreiteilige ZDF / ARTE-Doku umspannt Jahrtausende - angefangen vom Entstehen der Weltmeere.
Hans Czerny |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Fast wie in "Waterworld": Mitten in der Karibik, 20 Kilometer vom Festland entfernt, liegt die Insel Santa Cruz del Islote. Ehemalige Sklaven haben sich hier aus Korallen, Muscheln und Steinen eine neue Heimat geschaffen.
ARTE / Carlos Andres Guzman 6 Fast wie in "Waterworld": Mitten in der Karibik, 20 Kilometer vom Festland entfernt, liegt die Insel Santa Cruz del Islote. Ehemalige Sklaven haben sich hier aus Korallen, Muscheln und Steinen eine neue Heimat geschaffen.
Die Gezeiten sind der Taktgeber für die Muschelsammlerinnen in Senegal: Sie haben bei Ebbe nur wenige Stunden, um die Muscheln in den Mangroven zu sammeln.
ARTE / Jurek Wieben 6 Die Gezeiten sind der Taktgeber für die Muschelsammlerinnen in Senegal: Sie haben bei Ebbe nur wenige Stunden, um die Muscheln in den Mangroven zu sammeln.
Tauchen ohne Sauerstoff, Jagd nur mit dem Speer: Die Folge über den Indischen Ozean (21.40 Uhr) zeigt, wie der Ozean seit Jahrtausenden das Leben, den Handel und die Kulturen seiner Küsten prägt.
ARTE / Valentin Giebel 6 Tauchen ohne Sauerstoff, Jagd nur mit dem Speer: Die Folge über den Indischen Ozean (21.40 Uhr) zeigt, wie der Ozean seit Jahrtausenden das Leben, den Handel und die Kulturen seiner Küsten prägt.
Im kleinen Dorf Støen auf den abgelegenen norwegischen Vesterålen-Inseln nördlich des Polarkreises bilden Menschen aus 14 Nationen eine verschworene Gemeinschaft: Hier kümmert sich jeder um den anderen.
ARTE / Jürgen Rehberg 6 Im kleinen Dorf Støen auf den abgelegenen norwegischen Vesterålen-Inseln nördlich des Polarkreises bilden Menschen aus 14 Nationen eine verschworene Gemeinschaft: Hier kümmert sich jeder um den anderen.
Guo Yun arbeitet allein auf einer Fischfarm. Manchmal sieht er seine Familie wochenlang nicht.
ARTE / Mike Yongxi Mai 6 Guo Yun arbeitet allein auf einer Fischfarm. Manchmal sieht er seine Familie wochenlang nicht.
Die Arbeit der Haenyeo - der Taucherinnen auf der koreanischen Jeju-Insel - ist gefährlich. Was sie trägt, ist ihre starke Gemeinschaft.
ARTE / Myung Hwan Byun 6 Die Arbeit der Haenyeo - der Taucherinnen auf der koreanischen Jeju-Insel - ist gefährlich. Was sie trägt, ist ihre starke Gemeinschaft.

Drei Ozeane, drei Meere, die der Mensch erst nach vielen tausend Jahren eroberte: Atlantik, Pazifik und Indischer Ozean. Die dreiteilige ARTE-Doku "Ozeane. Eine Menschheitsgeschichte" zeigt sie nun von den Gezeiten mit ihren Riesenwogen, die der Mond hervorruft, bis hin zum Krebs, der aus dem Sand der Küste kriecht. Bis zu 16 Meter sind die Wellen an der Ostküste Kanadas hoch. In Norwegen steht ein Fischer vor einem Obelisken, der an die im Meer Ertrunkenen erinnert. "Du weißt, dass dich der Tod jederzeit ereilen kann", sagt er, "das Meer ist ohne Zweifel stärker als wir." Die Dokureihe (Regie: Sigrun Laste, ZDF) bietet viel Wissen, ohne darüber die Romantik der See zu vernachlässigen oder pathetisch ins Schwelgen zu geraten.

Der Atlantik sorgt mit seinem Golfstrom für die Wärme in Europa, bietet als "Ozean der Stürme" aber auch gefährliche Strudel im norwegischen Norden. Der zweitgrößte Ozean der Welt reicht von der Arktis bis in die Antarktis im Süden. Er ermöglichte die Entdeckung Amerikas und den unseligen Sklavenhandel gegen Rum, Baumwolle und Zuckerrohr. Auch der Pazifik, der größte der Ozeane, verbindet noch immer Handel und Kulturen. "Erst" vor 35.000 Jahren wurde die Landbrücke zwischen Asien und Amerika durchbrochen. Erdbeben und Tsunamis in Japan und Südostasien führen immer wieder zu Katastrophen. An den Küsten des Indischen Ozeans zwischen Afrika, Asien und Australien wiederum eröffneten die Monsunwinde früh ein Tor zur Welt.

Frei von politischen Wirren, geht der Dreiteiler vor allem auf die bildkräftigen Eigenschaften der Ozeane ein, Nahaufnahmen zeigen unumwunden das Leben und die oft geradezu trotzigen Kulturen der Küstenbewohner. Fischer, Muschelsammlerinnen (und Tiefseetaucherinnen), die Auskunft über ihr schwieriges Gewerbe geben, gibt es hier wie dort, und der Klimawandel bleibt erst mal außen vor. Hier wird der Faszination und der Schönheit der Meere viel Raum gegeben, und das ist in hohem Maße sehenswert.

Ozeane. Eine Menschheitsgeschichte - Do. 16.07. - ARTE: 20.15 Uhr

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.