Dreister Diebstahl im Hofbräuhaus: Riesen-Ärger nach dem "HeidiFest"

Es sollte ein besonderer Abend für Künstler Bernhard Prinz werden. Und zunächst sah auch alles danach aus. Am Donnerstagabend war Prinz beim großen "HeidiFest" im Münchner Hofbräuhaus dabei. Noch vor Beginn der Party sprach er mit der Abendzeitung über sein Gemälde: "Heidi Klum wird das Bild gleich noch persönlich unterschreiben." Anschließend sollte es in die Galerie im Deutschen Theater kommen, wo bereits zahlreiche Werke von Prinz hängen. Auch Heidi Klum verbindet einiges mit dem Künstler. Sie sei privat Kundin von Prinz, erzählte er der AZ. "Sie hat schon viele Fotos gekauft und dann auch verschenkt", berichtete Klums Auftragnehmer stolz.
Ärger nach dem "HeidiFest": Bernhard Prinz sucht sein Gemälde
Doch nach der Promi-Sause verschwand das von Klum signierte Gemälde spurlos. Die AZ erreichte einen sichtlich entsetzten Bernhard Prinz telefonisch. "Ich bitte wirklich darum, das signierte Einzelstück wieder zurückzugeben. Überall waren ja auch Kameras – auch am Ausgang."
Nach exklusiven AZ-Informationen war das 130 mal 90 Zentimeter große Gemälde samt altem, holzgeschnitztem Rahmen zunächst an einer Säule bei Tisch 40 abgestellt worden. Ein Mann soll sich gegen 23 Uhr das Bild geschnappt haben. Security-Mitarbeiter bemerkten den Vorfall und stellten ihn zur Rede.

Dieb gab sich als Käufer aus: Personenbeschreibung liegt vor
Unter Berufung auf einen angeblichen Kauf soll der Mann anschließend mit dem Gemälde verschwunden sein. Eine Beschreibung des Täters liegt vor. Die Polizei wertet Aufnahmen und weitere Details aus. Prinz selbst saß gemeinsam mit seiner Ehefrau Claudia bis 1.30 Uhr auf der Polizeistation.
Prinz meldet sich am Freitagmittag auch auf Instagram zu Wort: "Wir sind traurig und entsetzt. Dieser Vorgang wird im Moment kriminaltechnisch ausgewertet, natürlich auch die Überwachungskameras. Das gesamte Taxi-Netzwerk München ist dokumentiert, informiert und ebenfalls in Prüfung."
Kriminaltechnische Auswertung: Fahndung nach Gemälde vom "HeidiFest"
Nach Angaben von Prinz wird der Vorfall derzeit "kriminaltechnisch ausgewertet". Auch die Überwachungskameras sollen überprüft werden. Zudem sei das Münchner Taxi-Netzwerk informiert worden.
Krimineller auf dem "HeidiFest" unterwegs: Klum-Auftragnehmer beklagt Diebstahl
Gleichzeitig macht der Künstler demjenigen, der das Bild genommen hat, ein faires Angebot. Bis Freitag um 18 Uhr könne das Gemälde anonym an der Kasse des Deutschen Theaters München hinterlegt werden. Bis dahin, verspricht Prinz, werde es "keinerlei Konsequenzen" geben.
Sollte das Bild nicht zurückgebracht werden, kündigt er weitere Schritte an: "Andernfalls werden wir rechtliche Schritte einleiten, Kameramaterial veröffentlichen und die Presse umfangreich informieren."