Dolly Parton sagt Auftritt ab und kündigt eigenes Museum an

Dolly Parton (80) hat Wochen voller Spekulationen um ihre Gesundheit ein Ende gesetzt. Dem US-Magazin "People" schilderte die Country-Sängerin, woher ihre Beschwerden rühren: Sie habe sich um alles gekümmert, nur nicht um sich selbst.
"Ich habe mit einigen gesundheitlichen Problemen zu tun, um die ich mich einfach nicht gekümmert habe, als ich mich um Carl gekümmert habe", sagte sie. Ihr Ehemann Carl Thomas Dean war im März 2025 im Alter von 82 Jahren gestorben. Trotzdem versicherte sie: "Auch wenn ich mich noch erhole, arbeite ich trotzdem weiter."
"Mein Arzt hat mir die Flügel gestutzt"
Wie sehr die Beschwerden ihren Alltag bestimmen, war eine Woche zuvor in Pigeon Forge in Tennessee zu sehen. Zur Eröffnung der Achterbahn NightFlight Expedition in ihrem Freizeitpark Dollywood kam Parton nicht persönlich. Sie wurde per Video zugeschaltet, im Rücken flatternde Schmetterlingsflügel. Ihre Ärzte hatten ihr von der Reise abgeraten.
"Ich habe euch schon früher gesagt, all meinen Fans, dass ich ein paar kleinere gesundheitliche Probleme hatte und mir manchmal schwindelig wird und ich dehydriert bin", sagte sie in einer Botschaft. "Mein Arzt in Nashville hat mir also sozusagen die Flügel gestutzt und gesagt: 'Du reist diese Woche nicht.'"
Statt Tournee ein Avatar auf der Bühne
Dass Konzertreisen derzeit kaum infrage kommen, bedeutet für Parton keinen Verzicht auf Live-Musik. Ihr Team arbeite mit Firmen zusammen, die sogenannte Avatar-Auftritte umsetzen, sagte sie dem US-Magazin. Das Projekt stecke allerdings noch in einer frühen Entwicklungsphase.
Deutlich konkreter ist ein anderes Vorhaben. In Nashville entsteht das Museum "Life of Many Colors", laut Website die größte Ausstellung über ihr Leben weltweit. Untergebracht wird es im dritten Stock eines ehemaligen Bürogebäudes in der Innenstadt, in dem im September 2026 auch ihr SongTeller-Hotel die ersten Gäste empfangen soll.
Gefunden hat sie das Haus eher zufällig. "Ich wusste, dass ich in Nashville etwas Besonderes machen wollte, und bis ich dieses Gebäude gesehen habe, hat mich nie etwas als das Richtige angesprochen", erzählte sie dem Magazin. In der Lobby des früheren Bürohauses lag ausgerechnet ein Exemplar ihres Buches "Songteller".
Außerdem: Hundesnacks und Kaffee
Nebenbei bringt Parton eine Hundesnack-Linie mit Purina heraus und einen Kaffee, auf den sie besonders lange gewartet hat. "Das ist ein Traum, den ich seit über 40 Jahren habe", sagte sie. "Aber manche Träume brauchen eben länger als andere."