"Die Sopranos"-Star Aida Turturro nach Herzinfarkt im Krankenhaus

Aida Turturro, bekannt als Janice Soprano aus der gleichnamigen HBO-Serie, hat offen über einen Herzinfarkt gesprochen, den sie zunächst gar nicht als solchen erkannte.
(jom/spot) |
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Aida Turturro wurde als Janice Soprano bekannt.
Aida Turturro wurde als Janice Soprano bekannt. © Stephen Smith/ddp/Sipa USA

Aida Turturro (63) hat in einem Podcast über eine lebensbedrohliche Situation gesprochen, die sie sich lange nicht eingestehen wollte: Während eines Besuchs bei einer Freundin auf Long Island erlitt die Schauspielerin einen Herzinfarkt - und fuhr danach noch zwei Stunden durch Regen und Nebel nach Hause, mit dem Hund auf dem Beifahrersitz.

Bekannt wurde die US-Amerikanerin durch ihre Rolle als Janice Soprano, die launische Schwester von Mafia-Boss Tony, in der Emmy-prämierten HBO-Serie "Die Sopranos". Im Podcast "MeSsy" mit Christina Applegate und Jamie-Lynn Sigler schilderte sie laut US-Medienberichten nun, was damals wirklich geschah.

Der Körper sendet Signale - die Schauspielerin ignoriert sie

Als die Schmerzen einsetzten, lag Turturro bereits auf dem Boden ihrer Freundin. Die Tochter der Gastgeberin wollte sofort den Notruf rufen. Turturro lehnte ab. "Ich bin in Ordnung!", habe sie gerufen - und sich damit selbst belogen. Die Brustschmerzen kannte sie: Schon zwei Jahre zuvor hatte sie ähnliche Beschwerden gehabt. Also fuhr sie die zwei Stunden zurück nach Montauk, erschöpft, blass, kaum bei Kräften.

Auch zu Hause ließ sie sich nicht helfen. Ein Freund, der sie empfing, erschrak sofort: Sie sehe nicht gut aus, sagte er. Turturro antwortete, sie wolle sich nur hinlegen. Drei Tage lang wartete sie ab.

Es war schließlich ein Anruf bei ihrem Cousin, der die Wende brachte. Er schickte sie zu seinem Arzt, der Turturro umgehend in kardiologische Behandlung verwies. Die Diagnose ließ keinen Zweifel: Herzinfarkt. Beim anschließenden Herzkatheter-Eingriff fragte Turturro den Arzt, warum sie ihren eigenen Herzschlag nicht hören könne. Die Antwort war alarmierend.

Sämtliche vier Hauptarterien waren zu 88 bis über 90 Prozent verstopft, wie Turturro im Podcast schilderte. Sie wurde sofort in den Operationssaal gebracht und unterzog sich einer vierfachen Bypass-Operation. "Ich hätte sterben können", sagte sie rückblickend. "Aber ich bin nicht gestorben."

Woche nach der OP: Schon wieder auf den Beinen

Was nach dem Eingriff folgte: Kaum eine Woche nach ihrer Entlassung organisierte Turturro schon wieder ihren Wäscheschrank neu - mit etwas Unterstützung, wie sie betonte. Die Botschaft, die sie aus der Erfahrung mitnimmt, ist eindeutig: Man müsse auf seinen Körper hören und sich selbst nicht hintenanstellen.

"Ich habe viele wunderbare Menschen um mich", sagte sie laut "Entertainment Weekly". Diese hätten ihr durch die schwierige Zeit geholfen. Und sie habe gelernt: "Man muss auf sich aufpassen."

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