Deutscher Hollywood-Produzent Moritz Borman ist tot

Die Filmwelt trauert um Moritz Borman: Der deutsche Produzent, der mit Oliver Stone und an zwei "Terminator"-Filmen arbeitete, ist im Alter von 71 Jahren in München gestorben - während der Dreharbeiten zu seinem jüngsten Film.
(dr/spot) |
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Moritz Borman wurde 71 Jahre alt.
Moritz Borman wurde 71 Jahre alt. © imago stock&people

Die Filmwelt verliert einen wichtigen Vermittler zwischen Europa und Hollywood: Moritz Borman ist tot. Der deutsche Produzent starb am 1. Juli 2026 im Alter von 71 Jahren in München, wo zu diesem Zeitpunkt sein jüngstes Filmprojekt gedreht wurde. Das bestätigten seine langjährigen Produzentenkollegen Eric Kopeloff und Philip Schulz-Deyle gegenüber dem Branchenmagazin "Deadline". Demnach starb Borman allem Anschein nach eines natürlichen Todes.

In einer gemeinsamen Erklärung würdigten die beiden Weggefährten Borman als einen der "fähigsten und angesehensten unabhängigen Produzenten seiner Generation". Über eine mehr als vier Jahrzehnte umspannende Laufbahn brachte er mehr als 25 Spielfilme auf die Leinwand.

Enge Bande zu Oliver Stone

Besonders prägend war Bormans Zusammenarbeit mit Regisseur Oliver Stone. Gemeinsam realisierten sie unter anderem das Historienepos "Alexander" (2004), das Drama "World Trade Center" (2006), die George-W.-Bush-Biografie "W. - Ein missverstandenes Leben" (2008), den Thriller "Savages" (2012) sowie "Snowden" (2016) über den NSA-Whistleblower.

Einem breiten Kinopublikum wurde Borman zudem durch zwei Fortsetzungen einer der bekanntesten Science-Fiction-Reihen überhaupt bekannt: Er verantwortete "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" (2003) sowie "Terminator: Die Erlösung" (2009). Zu seinen weiteren Produktionen zählen die Komödie "Wedding Planner - Verliebt, verlobt, verplant" mit Jennifer Lopez und Matthew McConaughey, "Nurse Betty" und der oscarnominierte "Der stille Amerikaner".

Vom deutschen Fernsehen nach Los Angeles

Geboren am 16. April 1955 in Deutschland, begann Borman seine Karriere als Regisseur und Produzent beim deutschen Fernsehen, ehe er nach Los Angeles zog und dort das renommierte American Film Institute besuchte. Sein erster Hollywood-Spielfilm war John Hustons "Unter dem Vulkan" (1984) mit Albert Finney in der Hauptrolle - ein Werk, das zwei Oscar-Nominierungen erhielt.

Bis zuletzt widmete sich Borman einem neuen Vorhaben: einem noch unbetitelten Film über den Konzern Monsanto, den Regisseur John Lee Hancock für Netflix inszeniert. "Nach vielen Jahren der Entwicklung war er ungemein stolz, das Projekt endlich in die Produktion gehen zu sehen", heißt es in der Erklärung. Kopeloff und Schulz-Deyle kündigten an, den Film in seinem Sinne fertigstellen zu wollen.

Als Brückenbauer wollen ihn seine Kollegen in Erinnerung behalten. "Als Produzent und Unternehmer hat Moritz die Welt des unabhängigen Films mitgeprägt, indem er kreative und finanzielle Verbindungen zwischen Europa und Hollywood schuf", so die beiden. Ihre Gedanken gälten nun Bormans Familie, seinen Freunden und den vielen Kollegen weltweit, deren Leben er berührt habe.

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