Deswegen will Sharon Osbourne Ehemann Ozzy durch KI wieder erwecken

Das Projekt sorgt für viel Gegenwind, dennoch halten Sharon und Jack Osbourne an ihrem Plan fest, den verstorbenen Ozzy Osbourne digital weiterleben zu lassen. Das sind ihre Gründe.
von  (hub/spot)
Ozzy und Sharon Osbourne bei einem Auftritt in London.
Ozzy und Sharon Osbourne bei einem Auftritt in London. © imago/Landmark Media

Sharon (73) und Jack Osbourne (40) halten trotz der Kritik an ihrem Plan fest, den verstorbenen Ozzy Osbourne (1948-2025) digital weiterleben zu lassen. Die beiden erklärten im Podcast "The Osbournes" über das Projekt, dass sie mit der technologischen Entwicklung Schritt halten wollten.

"Die Technologie entwickelt sich weiter", sagte Sharon Osbourne. "Wenn mir jemand vorwirft, ich würde nur auf Geld aus sein - nein. Sie kennen meinen Mann nicht. Ich kenne meinen Mann. Und mein Mann sagte mir immer wieder: 'Wie lange glaubst du, wird man sich an mich erinnern?'"

"Stilvoll und innovativ"

Ozzy Osbournes Familie sieht in dem Projekt offenbar eine Möglichkeit, sein Vermächtnis nach seinem Tod im Juli 2025 am Leben zu erhalten. "Auch für seine Enkelkinder", sagte Sharon Osbourne. Sohn Jack erklärte unterdessen, dass es sich bei dem Projekt um "geschlossene KI" handele, was bedeute, dass es nicht mit dem Internet verbunden ist und auf einer Datenbank basiert, die "nur Informationen enthält, die entweder mein Vater gesagt hat oder die korrekt über ihn geschrieben wurden".

Laut Jack Osbourne sei dies "stilvoll" und "innovativ": "Entweder machen wir es, oder jemand anderes wird es tun", ist er sich sicher. "Für mich geht es nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben. Es geht darum, sicherzustellen, dass er nie vergessen wird."

Viel Kritik für Projekt

Im Mai hatten Sharon und Jack Osbourne gemeinsam mit einem Virtual-Entertainment-Unternehmen einen KI-gesteuerten Avatar von Ozzy angekündigt. Seitdem reißen die Diskussionen darum nicht ab.

Jack Osbourne sagte in einem YouTube-Livestream auf die Frage, ob er mit gemischten Reaktionen aus dem Ozzy-Lager gerechnet habe: "Hier ist die Sache: Was wir machen, wird richtig geschmackvoll sein." Besonders persönlich wurde Jack Osbourne bei einem Punkt: Sein Vater habe von dem Vorhaben gewusst - und es gutgeheißen. "Wir haben tatsächlich darüber gesprochen, bevor er gestorben ist, so etwas zu machen. Ich weiß, dass er dafür gewesen wäre", sagte er in dem Livestream.

Erstmals öffentlich vorgestellt haben Sharon und Jack Osbourne das Projekt am 20. Mai auf einem Panel der Licensing Expo in Las Vegas. Dort zeigte sich Jack sichtlich beeindruckt von der technischen Genauigkeit des Avatars: "Es ist irgendwie gruselig, wie wirklich sehr präzise es ist", zitierte ihn der Veranstalter. Und weiter: "Er wird digital als er selbst existieren, so lange wir Computer haben."

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.