Deshalb zog Regisseur James Cameron mit seiner Familie nach Neuseeland

James Cameron lebt seit 2020 in Neuseeland. In einem Podcast-Interview verriet der "Titanic"-Regisseur nun die wahren Gründe für seinen Umzug - und übte dabei scharfe Kritik an seiner alten Heimat.
von  (stk/spot)
James Cameron ist mit dem eingeschlagenen Weg seiner Heimat USA extrem unglücklich.
James Cameron ist mit dem eingeschlagenen Weg seiner Heimat USA extrem unglücklich. © imago/Future Image

Zwar nennt er ihn nicht beim Namen. Dennoch hatte offenbar der aktuelle US-Präsident Donald Trump (79) letztendlich großen Anteil daran, dass James Cameron (71) 2020 mit seiner Familie aus den USA nach Neuseeland zog. In einem Teaser-Clip für die kommende Folge des Podcasts "In Depth with Graham Besinger", die am 24. Januar ausgestrahlt wird, erklärte der "Titanic"-Regisseur seine Beweggründe - und fand dabei deutliche Worte für seine alte Heimat.

Der Traum von einem Leben in Neuseeland begleitet Cameron bereits seit vielen Jahren. Schon 1994 habe er sich insgeheim geschworen, eines Tages dort zu leben. Vor über einem Jahrzehnt kaufte er schließlich eine Farm in dem Inselstaat und pendelte in den folgenden Jahren regelmäßig hin und her. Letztendlich zog er aber nicht "wegen der Landschaft dort hin, sondern wegen des gesunden Menschenverstands", stellte er in dem vorab veröffentlichten Video klar.

Die Pandemie gab den Ausschlag

Als Cameron und seine Frau Suzy erstmals ernsthaft über den Umzug sprachen, war sie sofort einverstanden. "Sie war dabei", erinnerte sich der Filmemacher. Mit der wachsenden Familie mussten die Pläne jedoch angepasst werden. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder: Claire, Quinn und Elizabeth. Zur Patchwork-Familie gehören außerdem Camerons Tochter Josephine aus seiner Ehe mit "Terminator"-Star Linda Hamilton sowie Suzys Sohn Jasper aus ihrer Ehe mit Schauspieler Sam Robards.

Im August 2020, also inmitten der Corona-Pandemie und am Ende von Trumps erster Amtszeit, fiel die endgültige Entscheidung für den Familienumzug.

Scharfe Kritik an den USA

Der Umgang seiner Heimat mit der Pandemie spielte eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Zeitpunkts. "Neuseeland hatte das Virus komplett eliminiert. Sie haben es sogar zweimal eliminiert", lobte Cameron. Erst als eine mutierte Variante auftauchte, sei diese durchgebrochen - jedoch bei einer Impfquote von 98 Prozent und deshalb ohne schwerwiegende Verläufe.

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Im Vergleich dazu stellte der Regisseur den USA ein vernichtendes Zeugnis aus: "Das ist der Grund, warum ich Neuseeland liebe. Die Menschen dort sind größtenteils vernünftig - im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten mit einer Impfquote von 62 Prozent, die sogar noch sinkt."

Mit einer Reihe von Fragen machte er deutlich, wie gefährlich er den Weg findet, den die USA inzwischen noch vehementer beschreiten: "Wo würden Sie lieber leben? An einem Ort, der an die Wissenschaft glaubt und wo Menschen zusammenarbeiten können? Oder an einem Ort, wo sich alle an die Kehle gehen, extrem polarisiert sind und der Wissenschaft den Rücken kehren?"

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