Der große Steam-Hack: Wer kann betroffen sein?

Steam bestätigt offiziell: Jüngst kam es zu einer Cyberattacke, in deren Folge Kundendaten in die falschen Hände geraten sind. Der Angriff wurde auf ein Subunternehmen von Valve ausgeführt, doch manche Steam-Käufer können dennoch betroffen sein.
Michael Eichhammer |
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Käufer von Hardware-Produkten von Steam könnten Opfer einer Cyberattacke sein.
Käufer von Hardware-Produkten von Steam könnten Opfer einer Cyberattacke sein. © Valve

Ein Hack auf Steam-Kundenkonten ereignete sich zwischen dem 29. Juli und 1. August. Valve warnt daher Personen, die möglicherweise geschädigt wurden. Das Wichtigste zuerst: Wer bei Steam lediglich Software gekauft hat, muss sich keine Sorgen machen, von dem Cybercrime betroffen zu sein, bei dem Hacker auch an Kundendaten kamen. Die Attacke zielte nicht auf die Plattform Steam oder das Unternehmen Valve selbst, sondern auf die Firma CEVA Logistics. Letztere ist zuständig für den Versand von Steam-Hardware im europäischen Raum.

Der Versanddienstleister speichert die User-Daten, die für die Abwicklung des Hardware-Versands relevant sind, für 90 Tage, wie Steam erklärt. Wer innerhalb dieses Zeitfensters Hardware von Valve wie etwa die Steam Machine gekauft hat, kann also potenziell von dem Hacker-Angriff betroffen sein.

Welche Daten könnten geklaut worden sein?

Laut Steam sind Infos zu etwaigen Steam-Accounts wie Login-Daten nicht betroffen. Auch Zahlungsinformationen der User sollen nicht abgegriffen worden sein. Denn auf beides hat der attackierte Dienstleister CEVA keinen Zugriff. Das Datenleck kann aber die für die Versandabwicklung wichtigen persönlichen Daten wie Adresse, Name, Telefonnummer, Infos über das erworbene Produkt sowie die E-Mail-Adresse von Kunden umfassen.

Valve drängt die Firma CEVA, weitere Informationen über den Umfang des Schadens preiszugeben. CEVA versichert, bereits Untersuchungen zu führen. Zudem seien die betroffenen Systeme sofort isoliert worden, um weitere Datenlecks zu verhindern.

Steam rät den Kunden, ruhig zu bleiben, aber auch vorsichtig zu beobachten, ob eine Betrugsmasche auf sie zukommen könnte. Daran erkennt man potenziellen Betrug laut Valve: Der Steam-Support beantwortet Konto-Anfragen nie per Steam-Chat oder Discord. Echt sind Support-Kontakte lediglich per E-Mail.

Ebenfalls sollen User nicht auf zugesandte Links klicken, sondern die Steam-Anmelde- und Hilfe-Seiten selbst in die URL-Zeile ihres Browsers eintippen. Die echten Adressen sind: store.steampowered.com, steampowered.com, steamcommunity.com und help.steampowered.com.

Zudem ist Argwohn angebracht, wenn nach dem eigenen Passwort oder einem Steam-Guard-Code gefragt wird. Denn weder Steam noch ein Zustelldienst fragen nach diesen Informationen.

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