Demi Moore über ihre "Striptease"-Gage: "Ich habe es mir verdient"

1996 war Demi Moore die bestbezahlte Schauspielerin der Welt und musste dafür jede Menge Häme einstecken. Fast drei Jahrzehnte später blickt die Hollywood-Ikone auf ihre Rekordgage für "Striptease" zurück und erklärt, warum sie ein ganz bestimmtes Wort ablehnt.
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Demi Moore als Erin Grant in "Striptease" (1996).
Demi Moore als Erin Grant in "Striptease" (1996). © imago/United Archives

Demi Moore (63) hat sich erneut zu ihrer historischen Gage für den Film "Striptease" (1996) geäußert. Die Forderung nach gleicher Bezahlung sei für sie nie ein Kampf gegen Hollywood gewesen, sagte die US-Schauspielerin bei den Inspiration Awards der Organisation Step Up in Los Angeles.

Im Gespräch mit Moderatorin Danielle Robay legte Moore laut "People"-Magazin großen Wert auf die Wortwahl. "Ich denke, Sprache ist wirklich wichtig", sagte sie. Wer etwas als Kampf betrachte, rufe damit nur Gegenwehr hervor. "Es ging einfach um die Frage: Warum nicht? Warum sollte ich nicht das bekommen, was mir zusteht? Wenn ich es mir verdient habe, soll es mir nicht bloß aus Gefälligkeit gegeben werden."

Rekordgage mit Schattenseite

Für "Striptease" erhielt Moore 1996 rund 12,5 Millionen US-Dollar. Damit war sie zu diesem Zeitpunkt die bestbezahlte Schauspielerin der Welt und bewegte sich auf dem Niveau der größten männlichen Stars der Branche.

Gefeiert wurde sie dafür allerdings kaum. Stattdessen hagelte es Kritik, die sich vor allem an ihrer Rolle entzündete: In dem Film spielt Moore eine Stripperin.

"Warum wollte man mich zu Fall bringen?"

Wie sehr sie diese Reaktionen beschäftigt haben, zeigte bereits ein früheres Gespräch. 2024 sprach Moore im Podcast "The Interview" der "New York Times" darüber. "Warum hat man sich genau in dem Moment, als ich die bestbezahlte Schauspielerin wurde, dafür entschieden, mich zu Fall zu bringen?", fragte sie damals. Persönlich nehme sie das nicht. Vermutlich hätte jede, die als Erste eine solche Gleichstellung bei der Bezahlung erreicht, einen Dämpfer kassiert.

Bei ihr sei jedoch noch etwas hinzugekommen. "Weil ich einen Film gemacht habe, der sich mit der Welt des Strippens und dem Körper befasste, wurde ich extrem beleidigt", so Moore.

Haltung statt Konfrontation

Auf der Bühne von Step Up betrachtete die Schauspielerin dieselbe Erfahrung nun aus einem anderen Blickwinkel. Es sei ihr nie darum gegangen, Streit zu suchen oder sich gegen die Filmindustrie zu stellen. Vielmehr habe sie eine wichtige Frage nicht unausgesprochen lassen wollen.

"Manchmal bekommen wir die Antwort, wenn wir die richtige Frage stellen", erklärte Moore. "Aber wenn wir die Frage nicht stellen, werden wir nichts bewegen können. Für mich ging es also darum, Haltung zu zeigen, und nicht um einen Kampf."

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