DAZN erhöhte Preise einseitig: So können Kunden Geld zurückfordern

DAZN hat 2021 und 2022 die Preise für laufende Abos erhöht - nach Ansicht der Verbraucherzentrale ohne Zustimmung der Kundinnen und Kunden. Betroffene können sich der Sammelklage anschließen und möglicherweise bis zu 1.320 Euro zurückfordern.
von  teleschau
Einseitige Preiserhöhungen bei laufenden DAZN-Abos - etwa für die Champions League - sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale möglicherweise rechtswidrig.
Einseitige Preiserhöhungen bei laufenden DAZN-Abos - etwa für die Champions League - sind nach Ansicht der Verbraucherzentrale möglicherweise rechtswidrig. © 2026 Getty Images/Adam Pretty

Der Sport-Streamingdienst DAZN hat 2021 und 2022 die Preise stark erhöht - auch für laufende Abonnements. Abonnentinnen und Abonnenten mussten danach mehr bezahlen, womöglich ohne der Preiserhöhung zugestimmt zu haben.

Da der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) nicht erkennen kann, dass eine solche einseitige Preiserhöhung durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens abgedeckt war, wurde eine Sammelklage auf Entschädigung vor dem Oberlandesgericht Hamm eingereicht. Wer 2021 und 2022 einen laufenden Abo-Vertrag bei DAZN hatte und von der Preiserhöhung betroffen war, kann sich der Sammelklage online anschließen.

Um diese Preiserhöhungen geht es

Wenn DAZN-Kundinnen und -Kunden ein Abo zu einem niedrigeren Preis abgeschlossen haben, als sie später gezahlt haben, haben Sie ein Recht auf Erstattung, wenn sie dieser Preiserhöhung nicht zugestimmt haben. Im August 2021 stieg der Preis für monatliches Sportstreaming von 11,99 auf 14,99 Euro und bei Jahresabos von 119,99 auf 149,99 Euro.

Im August des darauf folgenden Jahres erhöhte DAZN die Preise noch einmal von 14,99 auf 29,99 Euro pro Monat. Bei Jahresabos mussten Kundinnen und Kunden ab dem nächsten Abrechnungszeitraum nun statt 149,99 bis zu 299,99 Euro pro Jahr zahlen. Kundinnen und Kunden, die ihr Abo vor Februar 2022 abgeschlossen haben, stünden laut Stiftung Warentest somit 1.320 Euro Erstattung zu.

Laut Sebastian Reiling vom vzbv hat das Gericht in der bisherigen Verhandlung bereits erkennen lassen, dass es die einseitigen Preiserhöhungen von DAZN in 2021 und 2022 für unwirksam hält. Betroffene haben also eine Chance auf Rückzahlung.

So können sich Betroffene der Sammelklage anschließen

Wer prüfen möchte, ob eine Teilnahme an der Sammelklage im Einzellfall möglich ist, der kann auf der Internetseite des Bundesverbands der Verbraucherzentralen online einen kurzen Klage-Check durchführen. Zur Teilnahme an der Sammelklage können sich Betroffene über einen Link auf der Internetseite vzbv ins Klageregister beim Bundesamt für Justiz eintragen. Die Anmeldung ist noch bis zum 25. September möglich.

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