"Das Supertalent": Rap-Duo fände Entschuldigung angebracht

Mit der Klage gegen die Ausstrahlung ihres Auftritts bei der RTL-Show "Das Supertalent" hat die Band Qult für reichlich Aufsehen gesorgt. Jetzt stellen die beiden Rapper etwas diplomatischer klar: Sie wollten keinen "Krieg anzetteln". Zugleich sei es aber gut, zu zeigen, dass sich Kandidaten nicht alles gefallen lassen müssen.
| (nam/spot)
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Das Rap-Duo Qult
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Diese Meldung war am Freitag ein echter Paukenschlag: Nach zahllosen Ausgaben verschiedener Casting-Shows haben RTL und das - verbal oft mehr als ruppige - Juroren-Urgestein Dieter Bohlen nun Ärger mit der Justiz.

Köln -  Das Rap-Duo Qult erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen die Ausstrahlung ihres Auftritts bei der Sendung "Das Supertalent". Die Musiker bemängelten einen unzumutbaren Sound und einen allzu rüden Kommentar Bohlens. Nach Angaben des Anwalts des Duos hatte der Juror von "aufgesetzter Rapper-Kacke" gesprochen.

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Nun haben sich die beiden Musiker selbst zu ihrer Klage geäußert - und suchen dabei ihre Position zwischen Konsequenz und Friedensangebot. In einem Interview mit der Webseite "Promiflash" bemängelte Rapper Jens Gläsker einerseits, dass Qult von der Sendung schwer enttäuscht wurden. Das Duo sei "open minded reingegangen, wir haben dem ganzen Format eine Chance gegeben". Grund für die Klage sei vor allem, "dass der Soundcheck, der uns zugesprochen wurde, nicht eingehalten wurde". Nun solle sich RTL "mal entschuldigen", forderte er.

Andererseits beeilte er sich auch zu betonen, dass man durchaus zu einem neuen Versuch in der Sendung bereit sei. "Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann man über alles reden, gar kein Problem." Es sei auch nicht das Ziel der Band gewesen, "einen Krieg anzuzetteln".

Aber egal ob sich die Musiker nach ihrer durchaus öffentlichkeitswirksamen Aktion nun doch noch einmal in die Casting-Hölle begeben - eine kleine Lehre könnte für künftige Kandidaten dieser und ähnlicher Shows immerhin hängenbleiben. Die fasste Gläskers Kollege Dave Günther in dem Gespräch zusammen: "Wir denken, das ist ein guter Schritt für andere Leute, die sehen, dass sie sich nicht alles gefallen lassen müssen."

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