"Das perfekte Dinner": Finanzbeamter Jannik hasst genaues Abwiegen

Er mag Zahlen, aber nicht beim Backen - zum Auftakt von "Das perfekte Dinner" (VOX) in Berlin zeigt sich Finanzbeamter Jannik (28) eher intuitiv: "Abwiegen ist nicht so meins, das muss aus dem Bauch kommen." Was in den Bauch kommt, entzückt vor allem Gregor: "Die besten Ravioli meines Lebens."
von  teleschau
Sieht nicht so aus, aber ist Finanzbeamter: Jannik (28) aus Berlin liebt Kaffee und gutes Essen.
Sieht nicht so aus, aber ist Finanzbeamter: Jannik (28) aus Berlin liebt Kaffee und gutes Essen. © RTL

"Ich bin echt strukturiert, auch wenn man mir das nicht ansieht", beschreibt Jannik sich selbst. Der Auftaktgastgeber der "Das perfekte Dinner"-Woche in Berlin ist passionierter Hobby-Barista ("Die perfekte Ratio zwischen Kaffee und Wasser ist spannend") und Sammler erlesener Herrendüfte. Das macht den 28-jährigen Berliner zu einem balanciert koffeinierten und dazu wohlriechenden Exemplar einer Berufsgattung, die eher nicht zu den flamboyantesten gehört. Er ist tatsächlich Beamter bei der Berliner Finanzverwaltung und ist dort in der Ausbildung tätig.

"Ich hatte schon immer eine Affinität für Zahlen", sagt Jannik und räumt gleichzeitig ein: "Die Mehrzahl meiner Kollegen entspricht dem Stereotyp." Er selbst scheint eine Art Mischwesen zu sein, geht er doch beim Kochen gar nicht akribisch, sondern eher intuitiv vor. "Abwiegen ist nicht so meins", erklärt er beispielsweise seine Hassliebe fürs Backen: "Das muss aus dem Bauch kommen." Und zwar ganz nach seinem Geschmack:

Motto: Ein Abend nach meinem Geschmack

  • Vorspeise: Meeresfrucht in feiner Hülle - Ravioli / Garnele / Ricotta / Spinat
  • Hauptspeise: Filet Royal mit feiner Kartoffelkunst
  • Nachspeise: Süße Verführung aus dem Ofen - Biskuit / Toffee / Dattel / Vanille

"In Vietnam kaufen wir die Nudeln immer"

In den Genuss von Janniks Geschmack kommt eine bunte, für die Hauptstadt mittlerweile untypische Runde aus Ureinwohnern. Abgesehen von Thanh (35), die aus Hanoi stammt und seit fünf Jahren in Friedrichshain wohnt, sind alle in Berlin geboren. Wenn auch international umtriebig: So ist Noah (19) soeben von einem viermonatigen Italien-Aufenthalt zurückgekehrt - wie überraschenderweise auch Gregor (41), der dort einen vierwöchigen Pastakurs absolvierte. Beide waren unabhängig voneinander in Bologna, was kulinarisch für die Woche hoffen lässt.

Die Vorspeise - hauchfeine Ravioli mit Garnelen-Ricotta-Füllung an Parmesanschaum und einem Tropfen Kräuterlikör - entzückt besonders Georg: "Die besten, die ich je gegessen habe." Auch Daniela (53) zeigt sich angetan: "Tolle Teller, tolles Geschirr - und die Garnele habe ich zum Glück nicht rausgeschmeckt." Thanh bewundert den hausgemachten Pastateig: "In Vietnam essen wir auch viele Nudeln, aber wir kaufen die immer."

"Wie im Fine-Dining-Restaurant", empfindet sie auch Janniks Hauptgang mit trockengereiftem Rinderfilet und geschichteten Millefeuille-Kartoffeln, das Gregor allerdings einen "Tick zu roh" ist. Der Lohn der Runde für den Auftaktabend sind 33 Punkte - und bei der nächsten Steuererklärung vielleicht ein differenzierterer Blick auf die Behörde.

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