"Dann bin ich weg!": Jürgen Klopp hält bei DFB-Vorstellung Brandrede an die Medien

Jürgen Klopp ist am Freitag als neuer Bundestrainer vorgestellt worden. Auf der Pressekonferenz sprach der neue Coach auch über ein möglicherweise schnelles Ende.
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Am Freitag wurde Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer vorgestellt.
Am Freitag wurde Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer vorgestellt. © Getty Images / Christian Kaspar-Bartke

Auf ihm ruhen die Hoffnungen der deutschen Fußballfans: Jürgen Klopp. Am Freitag ist der 59-Jährige als neuer Bundestrainer vorgestellt worden. Zu Beginn sprach Klopp jedoch nicht übers Sportliche, sondern wandte sich mit einem flammenden Plädoyer an die Medien. "Es wäre hilfreich, wenn wir 'richtig' vor 'schnell' stellen bei der Berichterstattung", appellierte er an die Berichterstatter in der Pressekonferenz. Er forderte sie auf, "das Hirn miteinzuschalten".

Klopp betonte: "Ich mache das nicht gegen euch, sondern für euch." Weiter sagte er: "An dem Tag, an dem ihr das nicht mehr wollt, bin ich weg - und das ohne Abfindung." Außerdem artikulierte der neue Trainer unmissverständlich: "Wenn ihr euch daneben benehmt und ihr meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg." Auch auf seinen Vorgänger Julian Nagelsmann, der nach dem frühen WM-Aus viel Kritik abbekommen hat, ging er indirekt ein: "Ich mache den Job, obwohl ich mitbekommen habe, wie ihr mit Julian umgeht."

Jürgen Klopp verdeutlichte: "Es geht nur um die Sache. Jürgen Klopp hat keine Karriere nach der Nationalmannschaft." In diesem Zusammenhang versicherte er: "Ich werde alles reinlegen, was mir zur Verfügung steht." Dabei könne er auf das "beste Trainerteam possible" bauen.

Jürgen Klopp über Job als Bundestrainer: "Es ist eine große Ehre"

Gleich zu Beginn der Pressekonferenz hatte Jürgen Klopp unterstrichen: "Es ist eine große Ehre, heute hier zu sitzen." Im Vorhinein habe er "schon eine Ahnung gehabt, wie groß das Amt des Bundestrainers ist". Doch nun, da er den Posten antrete, fühle er "die Verantwortung noch mehr".

Rückblickend auf seine Karriere, die einst in Mainz begann, sei es "unvorstellbar" gewesen, dass er nun als Bundestrainer die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verantworte. "Ich war schon mal da, da hat es nicht funktioniert", verriet er, dass ein früherer Versuch, Nationaltrainer zu werden, nicht klappte. Insgesamt sei die Vorstellung als Bundestrainer ein "sehr, sehr besonderer Tag für mich".

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