"Danke und Ciao": Sylvester Stallone lehnte Donald Trumps Job ab
Sylvester Stallone (80) hat Donald Trumps ungewöhnliches Jobangebot offenbar nie angenommen. Im Januar 2025 hatte Trump den "Rocky"-Star gemeinsam mit Mel Gibson (70) und Jon Voight (87) öffentlich zu einem seiner "Spezialbotschafter" für Hollywood erklärt. Mehr als anderthalb Jahre später stellt Stallone nun klar: Zugesagt hatte er dem Posten nie. In einem Interview mit der britischen "Sunday Times" erzählt der Schauspieler, wie überrascht er damals von Trumps Ankündigung war.
Nach Stallones Darstellung hatte er Trump bereits zuvor erklärt, warum er die Aufgabe für kaum machbar hielt. Hollywood gleiche einer Ansammlung kleiner Königreiche, in denen die großen Studios jeweils ihre eigenen Geschäfte machten. Man könne nicht einfach zu sechs Studios gehen und ihnen vorschreiben, wie sie zu arbeiten hätten. Seine Botschaft an Trump sei deshalb sinngemäß gewesen: "Danke und Ciao!" Für ihn sei die Aufgabe schlicht nicht umsetzbar gewesen.
Von seiner Ernennung erfuhr Sylvester Stallone im Fernsehen
Umso größer war Stallones Überraschung, als Trump ihn anschließend trotzdem öffentlich für den Posten präsentierte. Er habe eines Abends ferngesehen, als plötzlich sein Name sowie die von Gibson und Voight genannt worden seien. Seine Reaktion: "Was?" Hätte man ihn von Anfang an gefragt, so Stallone, hätte er öffentlich erklärt, dass die Idee aus seiner Sicht nicht funktionieren könne. Auch fachlich sehe er sich für eine solche Aufgabe nicht als den Richtigen.
Trump hatte am 16. Januar 2025 auf Truth Social verkündet, Stallone, Gibson und Voight sollten als seine "Augen und Ohren" in Hollywood fungieren. Ziel sei es, Filmproduktionen und Geschäfte zurück in die USA zu holen, die nach Trumps Darstellung zuvor an andere Länder verloren gegangen seien. Wie die Tätigkeit der drei Schauspieler konkret aussehen sollte, ließ der damalige designierte Präsident offen.
Stallone hatte Trump zuvor überschwänglich gelobt
Stallone hatte sich zuvor mehrfach positiv über Trump geäußert. Nach dessen Wahlsieg im November 2024 feierte der Hollywoodstar ihn bei einer Gala des America First Policy Institute in Mar-a-Lago laut "Entertainment Weekly" als "mythische Figur" und bezeichnete ihn sogar als "zweiten George Washington".
Auch Mel Gibson war von Trumps Ernennung zum Hollywood-Botschafter überrascht worden. Gegenüber "Variety" erklärte er damals, er habe von dem Posten zur selben Zeit wie die Öffentlichkeit erfahren. Anders als Stallone nahm Gibson die Aufgabe jedoch an und erklärte, es sei seine Pflicht als Bürger, jede Hilfe und Einschätzung beizusteuern, die er geben könne.
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