"Dahoam is Dahoam"-Star bei Publikum in Ungnade gefallen: "Habe das schon gespürt"
Treue Zuschauer von "Dahoam is Dahoam" haben mit den Charakteren schon zahlreiche Höhen und Tiefen durchlebt. Auch Anita Eichhorn (35), die seit 2021 zum festen Cast gehört, hat in abwechslungsreichen Handlungssträngen oft ihr Schauspieltalent bewiesen. Als sich ihre Figur "Tina Brenner" im Juni 2024 für einen Schwangerschaftsabbruch entschied, war damit jedoch nicht jeder Zuschauer einverstanden. In der Abendzeitung spricht Anita Eichhorn offen über die Publikumsreaktionen.
"Dahoam is Dahoam"-Kontroverse: "Keine leichten Geschichten"
Als im Juni 2024 die Folge "Ausgredt is!" über die Bildschirme flimmerte, war Anita Eichhorn nervöser als sonst. Denn wie sie der Abendzeitung verrät, habe sie geahnt, dass die Schwangerschaftsabbruch-Thematik auch kritische Stimmen hervorrufen könnte: "Das ist natürlich ein sehr heikles Thema. Man merkt ja auch in unserer Gesellschaft, dass es sehr kontrovers diskutiert wird."
Trotzdem wollte Eichhorn die Geschichte unbedingt bei "Dahoam is Dahoam" erzählen: "Mir hat vor allem die Botschaft gefallen: Mein Körper, meine Entscheidung. Die fand ich sehr wichtig." Die Schauspielerin berichtet: "Wir sind natürlich eine Serie, die in erster Linie unterhalten soll. Wir erzählen oft leichte, lustige Geschichten, und viele Menschen schauen 'Dahoam is Dahoam', weil sie sagen: 'Ich freue mich darauf, eine halbe Stunde am Tag abschalten zu können.' Das ist auch schön so."

Um authentische Geschichten zu erzählen, müsse die Produktion aber auch mal ernste Themen aufgreifen. "Zum Beispiel die Krebserkrankung von Uschi oder Tinas Schwangerschaftsabbruch. Das sind keine leichten Geschichten, aber sie sind wichtig", findet Eichhorn. "Sie können zur Aufklärung beitragen und ein Bewusstsein für bestimmte Themen schaffen. Deshalb fand ich diesen Handlungsstrang sehr gut."
"Gegenwind" für Anita Eichhorn: "Habe ich schon gespürt"
Der mutige Plot hatte für Anita Eichhorn auch negative Konsequenzen. "Natürlich gab es auch ganz viel Gegenwind. Meine Rolle war eine Zeit lang bei manchen Zuschauern nicht mehr besonders beliebt, und das habe ich schon gespürt", erinnert sie sich. "Aber so ist das Leben. Es ist nicht immer schön, nicht immer leicht und vor allem nicht immer schwarz oder weiß."
Die 35-Jährige betrachtet den Handlungsstrang als persönlichen Gewinn: "Als Schauspielerin fand ich es spannend, dass Tina diese Erfahrung machen musste und für sich eine klare Entscheidung getroffen hat. Ich glaube, genau darum geht es: Frauen Mut zu machen, ihre eigene Entscheidung über ihren Körper zu treffen. Und ich denke, dass wir als Gesellschaft in diesem Bereich noch viel lernen können."

Herausforderungen bei "Dahoam is Dahoam": "Nehme ich immer wieder gerne an"
Schließlich verrät Anita Eichhorn in der Abendzeitung auch, ob sie kontroverse Handlungsstränge in Zukunft ausschließen würde: "Absolut nicht. Ich finde, das gehört zum Leben dazu." Sie stellt klar: "Wir erzählen ja Geschichten aus dem Leben – und genau so ist das Leben: Es hat Höhen und Tiefen, schöne und schwierige Momente."
Für die gebürtige Oberpfälzerin ist eine gewisse Abwechslung wichtig. "Auch als Schauspielerin würde es mich auf Dauer wahnsinnig langweilen, wenn ich nur leichte oder lustige Geschichten spielen würde", so Anita Eichhorn. "Gerade solche Herausforderungen nehme ich immer wieder gerne an."
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