Collien Fernandes ist "überwältigt" von Solidaritäts-Demo

Tausende Menschen demonstrierten am Sonntag in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt, im Zusammenhang mit den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Die Schauspielerin zeigte sich jetzt "überwältigt" von der Anteilnahme.
(eyn/spot) |
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Aus Solidarität mit Collien Fernandes gingen am Sonntag Tausende in Berlin auf die Straße.
Aus Solidarität mit Collien Fernandes gingen am Sonntag Tausende in Berlin auf die Straße. © imago/Panama Pictures/Sascha Schuermann

Nachdem Collien Fernandes (44) schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) öffentlich gemacht hat, gingen am vergangenen Sonntag aus Solidarität Tausende gegen sexualisierte digitale Gewalt auf die Straße. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung reagierte die Moderatorin nun auf die gewaltige Resonanz: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, so überwältigt bin ich. Seit Jahren kämpfe ich für einen besseren Schutz vor digitaler Gewalt." Fernandes selbst war wegen eines Drehs für "Das Traumschiff" in Vietnam bei dem Protest nicht vor Ort.

Am Tag zuvor hatte sie die Demo über Instagram angekündigt und ihre Follower mobilisiert: "Lasst uns laut sein und laut bleiben! Lasst uns Licht in das Dunkelfeld bringen!" Für die Solidarität zeigte sie sich jetzt tief dankbar: "Ich hatte Phasen, in denen ich keine Kraft mehr hatte. Doch nun stehen all diese Menschen an meiner Seite und wir kämpfen diesen Kampf gemeinsam. Das bedeutet mir wirklich unendlich viel! Jedem Einzelnen, der dort war, möchte ich sagen: Danke, danke, danke dafür!"

Tausende vor dem Brandenburger Tor

Am 22. März versammelten sich in Berlin nach Angaben der Polizei rund 6.700 Menschen vor dem Brandenburger Tor, die Veranstalter sprachen sogar von 13.000 Teilnehmenden. Initiiert hatte die Demonstration ein neu gegründetes Bündnis namens "Feminist Fight Club!". Angemeldet worden waren ursprünglich lediglich 500 Personen. Auch ein Statement von Fernandes wurde verlesen: "Ich freue mich über jeden, der für dieses wichtige Thema auf die Straße geht", hieß es darin.

Auch zahlreiche Promis waren mit dabei, unter anderem Model und Autorin Marie Nasemann, die Moderatorinnen Mareile Höppner und Johanna Klum sowie Schauspielerin Xenia Seeberg. Sängerin Bahar Kizil trat auf der Bühne auf, ebenso wie Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Der Protest soll nicht bei einer einmaligen Aktion bleiben. Am 26. März ist in Hamburg am Rathausmarkt ab 17:30 Uhr eine weitere Demonstration angesetzt. Luisa Neubauer hat angekündigt, auch dort aufzutreten. Die Initiative "Nur Ja heißt Ja" macht auf Instagram auf weitere geplante Kundgebungen aufmerksam und formuliert deutlich, was sie fordert: "Klare Gesetze gegen digitale und sexualisierte Gewalt, echten Schutz für Betroffene, funktionierende Verfahren und Konsequenzen für Täter."

Worum geht es in dem Fall?

Collien Fernandes hatte vor wenigen Tagen in einem Bericht des "Spiegel" schwere Anschuldigungen gegen Christian Ulmen erhoben. Dabei geht es um Identitätsdiebstahl, Körperverletzung, schwere Bedrohung und psychische Gewalt. Jahrelang wurden gefälschte pornografische Fotos und Videos von ihr über Fake-Profile im Internet verbreitet, laut Fernandes steckt dahinter ihr Ex-Mann. Ende 2025 hat sie in Spanien Anzeige erstattet. Ulmens Anwalt ließ mitteilen, in der Berichterstattung würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet" und rechtliche Schritte würden eingeleitet. Für seinen Mandanten gilt die Unschuldsvermutung.

Das frühere Paar hatte 2011 geheiratet, ein Jahr später kam die gemeinsame Tochter zur Welt. 2023 zog die Familie nach Spanien, im September 2025 machten sie ihre Trennung öffentlich.

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