Collien Fernandes ist krank: Auftritt beim "Kölner Treff" abgesagt

Collien Fernandes (45) wird am Freitag, dem 30. Oktober, doch nicht wie geplant im "Kölner Treff" zu Gast sein. Die Schauspielerin und Moderatorin hat ihren Auftritt in der WDR-Talkshow mit Susan Link (49) und Micky Beisenherz (49) krankheitsbedingt abgesagt, wie die Redaktion am Mittwoch auf Anfrage von spot on news mitteilte.
Ein Ersatztermin ist bereits in Planung, voraussichtlich in der ersten Novemberhälfte. Statt Fernandes wird Laura Wontorra (37) in der Sendung zu Gast sein. Für die Moderatorin ist es der erste Talkshow-Auftritt seit Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft.
Fernandes' geplante Rückkehr hatte im Vorfeld besondere Aufmerksamkeit geweckt. Bei ihrem letzten Auftritt am 13. März hatte sie über ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt gesprochen und auf die Frage nach den Verantwortlichen auffällig zurückhaltend reagiert.
Die Schauspielerin berichtete damals mit bewegter Stimme von gefälschten Profilen in sozialen Netzwerken, die unter ihrem Namen betrieben worden seien. Darüber seien Männer aus ihrem beruflichen und privaten Umfeld kontaktiert worden. Auch Nacktfotos und angebliche Sexvideos seien verschickt worden. "Als ich das dann gesehen habe, war das total heftig für mich", erzählte sie.
Auf die entscheidende Frage folgte langes Schweigen
Besonders eine Szene blieb im Gedächtnis. Fernandes deutete im Gespräch mit Beisenherz an, inzwischen mehr über die Hintergründe des Identitätsmissbrauchs erfahren zu haben. "Je mehr ich mitbekomme, desto krasser finde ich es", erklärte sie.
Daraufhin schaltete sich Mitgast Rebecca Mir (34) ein und fragte direkt: "Hast du herausgefunden, wer das war?" Fernandes zögerte, seufzte und nickte schließlich nur. Auch auf die anschließende Frage, ob sie bereits rechtliche Schritte eingeleitet habe, wollte sie nicht näher eingehen. "Das ist ein schwieriges Thema gerade", antwortete sie knapp.
Sechs Tage später, am 19. März, veröffentlichte der "Spiegel" eine umfangreiche Recherche. Darin erhob Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (51). Sie beschuldigte ihn unter anderem, über Jahre Fake-Profile in ihrem Namen angelegt und darüber mit anderen Männern kommuniziert zu haben.
Ulmen ging juristisch gegen die Berichterstattung vor und erzielte dabei Teilerfolge. Das Hanseatische Oberlandesgericht untersagte dem "Spiegel" im Juni unter anderem, den Verdacht zu erwecken, Ulmen habe Deepfake-Videos seiner Ex-Frau hergestellt oder verbreitet. Andere wesentliche Teile der Verdachtsberichterstattung blieben dagegen zulässig. Die strafrechtlichen Vorwürfe sind damit nicht geklärt, für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Micky Beisenherz übte anschließend Selbstkritik
Auch Moderator Micky Beisenherz blickte nach Bekanntwerden der Vorwürfe kritisch auf die damalige Sendung zurück. In seinem Podcast "Apokalypse und Filterkaffee" räumte er am 20. März ein, dem Thema digitale Gewalt zu wenig Raum gegeben zu haben.
Er habe sich von der Redaktion "völlig zu Recht" vorwerfen lassen müssen, aus persönlichem Interesse zu lange über Fernandes' Rolle beim "Traumschiff" gesprochen zu haben. Das Thema Deepfakes sei dadurch "ein bisschen zu kurz" gekommen. Beisenherz erklärte außerdem, ihm tue es "wirklich extrem leid", was Fernandes habe erleben müssen.
Laura Wontorra springt nach Baby-News ein
Für die kurzfristig eingesprungene Laura Wontorra ist der Auftritt dagegen eine Premiere: Erstmals seit der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft wird die Moderatorin in einer Talkshow zu Gast sein. Neben ihrer Karriere, die sie von der Fußballberichterstattung bis zu Koch- und Unterhaltungsshows führt, soll auch ihr bevorstehendes Mutterglück Thema des Gesprächs sein.
Zu den weiteren angekündigten Gästen gehören Giovanni Zarrella, Christine Westermann, Götz Alsmann und Miriam Neureuther. Der "Kölner Treff" läuft am Freitag ab 22 Uhr im WDR und ist auch in der ARD Mediathek abrufbar.