Claudia Effenberg über Spielerfrauen: "Wenn du eine hohle Nuss bist"

Spielerfrau ist ein Beruf geworden. Cathy Hummels, die bis 2022 mit Ex-Fußballer Mats Hummels zusammen war, oder auch Oliver Kahns Ex-Freundin Verena Kerth machten es vor. Als Spielerfrau schafft man es in die Society und kann sich damit eine langfristige Karriere aufbauen. Vor allem jetzt – mit der Fußball-Weltmeisterschaft vor der Tür – richtet sich der Fokus wieder verstärkt auf die Damen, die Deutschlands Profi-Kickern das Händchen halten. Über das Phänomen Spielerfrau hat Claudia Effenberg (60) nun einiges zu sagen.
Claudia Effenberg über Spielerfrauen: "Wenn du eine hohle Nuss bist, bringt dir das nichts"
Die TV-Bekanntheit selbst war einst Spielerfrau. Seit 2004 ist sie mit Stefan Effenberg (57), der große Erfolge beim FC Bayern und in der deutschen Nationalmannschaft feierte, verheiratet. Zuvor war sie mit Profikicker Thomas Strunz zusammen. Im Interview mit Content-Creator Thommy Berglmeir verrät Effenberg jetzt, ob ihr der Titel Spielerfrau im Leben jemals Vorteile gebracht hat.
Effenberg bejaht. Ein bekannter Nachname halte viele Privilegien für einen bereit. Vor allem auch dann, wenn man selbst Karriere machen will, könne der Titel Spielerfrau einem viele Türen öffnen. "Aber trotzdem musst du gut sein in deinem Business", merkt Effenberg kritisch an. Wer kein Talent zeigt, habe es als Partnerin eines Profi-Kickers nicht einfacher als andere. "Du musst schon auch was können. Wenn du eine hohle Nuss bist, bringt dir das auch nichts, wenn du mit einem Fußballer verheiratet bist."

Spielerfrauen nur "Anhängsel": Claudia Effenberg sieht Schuld bei Fußballern
Kaviar genießen und auf Jachten unterwegs sein – für Außenstehende scheint das Leben einer Spielerfrau eng mit viel Luxus verbunden zu sein. Doch jene Zeiten, in denen man als Fußballergattin nur genießen und auf der faulen Haut sitzen könne, sind laut Claudia Effenberg vorbei. "Es sei denn, der Fußballer will das so. Wenn er sagt: 'Ich will nur so ein hübsches Anhängsel neben mir.' Aber dann ist es ja auch seine Schuld", so die 60-Jährige. In dem Fall sei der Profi-Kicker dafür verantwortlich, wenn seine Partnerin nicht als eigenständige Person wahrgenommen werde. "Dann stempelt er sie ja schon selber ab und sagt: 'Du bist nur mein Aushängeschild, du bist hübsch, ich kann mit dir angeben', was ja eigentlich traurig ist."

"Ich hab schon immer mein eigenes Ding gemacht"
Effenberg habe sich nie derart herabwürdigen lassen. Die 60-Jährige weiß: "Ich hab schon immer mein eigenes Ding gemacht." Auch andere Spielerfrauen, die sie im Laufe der Jahre kennenlernte, seien zum Großteil darauf bedacht gewesen, sich selbst zu verwirklichen.
Ex-Spielerfrau Claudia Effenberg: Schon früh als Model erfolgreich
Bevor Claudia Effenberg mit Thomas Strunz und später mit Stefan Effenberg zusammenkam, arbeitete sie bereits erfolgreich als Model. Im Alter von 19 Jahren zog die Blondine nach München, um dort ihrem Beruf nachzugehen. Sie war unter anderem auf dem Cover der deutschen "Vogue". Auch war Effenberg bereits als Designerin tätig. Sie gründete das Label CE Design und entwarf eigene Dirndl. Darüber hinaus war die 60-Jährige bereits in einigen Reality-Formaten im Fernsehen zu sehen und ist bis heute ein beliebtes TV-Gesicht.